
Brun Del Ré Bicentenario Robusto Testbericht
Brun Del Ré Bicentenario ist zum 200. Jubiläum von Costa Rica im Jahr 2021 gewidmet. Ich habe zwei Exemplare getestet. Danke an Urs Portmann Tabakwaren AG für die grosszügige Spende.
Ein Zigarrentest ist subjektiv
Hinweis: Wie einem die Zigarre schmeckt ist geprägt von den persönlichen Geschmackspräferenzen, Geschmackserinnerungen, der Tagesform, was man zuvor gegessen oder getrunken hat. Sogar die Lichtstimmung im Raum hat einen Einfluss auf den erlebten Geschmack. Die hier beschriebenen Notizen müssen deshalb nicht mit deinen eigenen Eindrücken übereinstimmen.

Fact Sheet Brun Del Ré Bicentenario Robusto
- Format: Robuato (Länge: 127 mm / Ringmass: 50)
- Tabak:
- Deckblatt: Connecticut Ecuador
- Umblatt: Costa Rica
- Füller: Costa Rica, Nicaragua
- Preis: Status Dezember 2021
- CHF 14.50 / 20er Kiste CHF 290.00


Persönliche Eindrücke vom Genuss
Empfohlene Akklimatisierung: 3 Tage mit Cellophan im Humidor.
Erste Hälfte
- Zunge, Gaumen: Leicht pfeffrig (verfliegt nach einigen Minuten) / zartbitter / leicht säuerlich / Nuss / Cremig
- Retronasal: Sehr viel brennendes Holz / leicht pfeffrig
- R+ ZiZo-Vakuum-Technik: Kaffee und Erde
- Umami: saftig / fleischig
- Stärke 3/5
- Hinweis: Beim 1. Exemplar ist mir der ausgeprägte bittere Geschmack aufgefallen. Er dauerte etwa 12 Minuten und verflüchtigte sich danach. Beim 2. Exemplar hatte ich diesen Eindruck nicht; ich erkannte das Connecticut Deckblatt aus Ecuador mit seinen typischen Geschmacksnuancen zartbitter und irgendwie “röstiges” Holz. Das ist kein Fehler der Zigarre. Im Fazit gehe ich etwas näher darauf ein, was hier passiert ist.

Zweite Hälfte
- Der Pfeffer ist nur noch ganz sanft wahrnehmbar, ganz sanft… super smooth, dieser Pfeffer (wie machen die das bloss?) / mehr Nuss, sogar viel mehr Nuss / Caramel (irgendwas süssliches, vielleicht Caramel) / mehr Holz / weniger bitter / weniger Säure

Fazit
Die Brun Del Ré Bicentenario sieht toll aus. Mit ihren drei Anillas siehst sich mächtig festlich aus. Ein toller Anblick. Gerollt ist sie hervorragend und der Zugwiderstand ist optimal. Das Deckblatt aus Ecuador war erstaunlich bitterer, als ich sie sonst kenne. Zunächst dachte ich, es stammt aus einem anderen Land. Erst mit der Zeit, etwa gegen die zweite Hälfte, erkannte ich den typischen Geschmack: Zartbitter und röstiges Holz. Ich liebe diese Deckblätter aus Ecuador.
Beim 1. Exemplar ist mir der ausgeprägte bittere Geschmack aufgefallen. Er dauerte etwa 12 Minuten und verflüchtigte sich danach. Beim 2. Exemplar hatte ich diesen Eindruck nicht; ich erkannte das Connecticut Deckblatt aus Ecuador mit seinen typischen Geschmacksnuancen zartbitter und irgendwie “röstiges” Holz. Das ist kein Fehler der Zigarre, sondern lag daran, dass die Zigarren zu lange in der kalten und trockenen Jahreszeit unterwegs waren. Das kann in der Vorweihnachtszeit oder während der Covid-19 Pandemie schon mal vorkommen.
Hier zeigt sich die Wichtigkeit der Akklimatisierung deutlich: Lässt man diese Zigarre nur einen Tag länger im Humidor, erholt sie sich ziemlich schnell.
Der Abbrand ist sehr gut und sie glimmt lange. Die Asche ist einigermassen kompakt. Sie hat sich mehrmals verabschiedet, ohne mich vorzuwarnen, die Zicke. PATSCH, auf die Hose. Etwas später: PATSCH auf die Laptop Tastatur – nach hervorragend, Vasilij, du Volldepp. Ein drittes Mal… neeeein! Dieses Mal habe ich sie fast erwischt und dennoch: PATSCH auf den Boden. Doofer Blogger. (Damit bin wohl ich gemeint).
Es war super interessant, diese Zigarre zu testen. Ich bedanke mich für die grosszügige Spende von Urs Portmann Tabakwaren AG. Den Link zum kaufen gibt’s unten bei den Ressourcen zum Thema.
Ach ja, da ist noch eine Sache: Die Stärke. Sie beginnt ganz vorsichtig mit einer 2/5. Schon bald jedoch steigert sich die Stärke. Zum Finale hin eine gute Portion 3/5. Vielleicht sogar etwas mehr. Bitte Vorsicht: Die Zigarre schaut zwar lieb drein, ist aber doch eine kleine Meeresbrise, welche meine immer weniger werdenden Haare etwas zerzaust hat.
Kämmen, Gel rein platschen, fertig. Die Frisur sitzt und ich fahre jetzt nach Hause.

Ressourcen zum Thema
- Hilfreiche Zigarren Tipps: Von “retronasal”, über “Umami” bis zum Unterschied der Zigarren Lagerung zwischen Non Kuba und Kuba
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