Sommerabend mit neuen Zigarren: Cigarren Club Sonne Sissach bringt 50 Gäste an einen Tisch

Ein fünfgängiges Menü, fünf Schweizer Zigarrenpremieren und ein überraschender musikalischer Höhepunkt: Das Sommeressen des Cigarren Club Sonne Sissach verband Gastronomie, Tabakkultur und Geselligkeit.

Rund 50 Gäste kamen im Hotel Restaurant Sonne in Sissach zusammen – und sorgten dafür, dass keine der präsentierten Zigarren übrig blieb.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Veranstalter: Cigarren Club Sonne Sissach
  • Ort: Hotel Restaurant Sonne, Sissach
  • Teilnehmer: rund 50
  • Kulinarik: fünfgängiges Menü
  • Zigarrenpartner: The Royal Cigar Company AG, Basel und Oettinger Davidoff, Basel
  • Präsentation: fünf neue mittelstarke Zigarren für den Schweizer Markt
  • Zigarren der Royal Cigar Company-Neuheiten: Raices 1941 Nuevo Comienzo, und Las Villas
  • Besonderheit: bei Las Villas stammt das Deckblatt aus Mexiko (obere Blattstufe, bekommt viel Sonne, die Blätter produzieren mehr Süsse)
  • Zigarren von Oettinger Davidoff: AVO Expresivo und Zino Honduras
  • Musik: Sänger und Schneider Gianfranco Caruso sowie Karaoke-Auftritt mit Christian Blaser und Michele Linsalata

Festlich gedeckte Tische und bereitgestellte Zigarrenaschenbecher: Auf der Terrasse der Sonne Sissach war alles für das Sommeressen des Cigarren Clubs vorbereitet.

Ein Sommerabend, der schnell Fahrt aufnahm

Schon die Zahl der Anmeldungen zeigte, welchen Stellenwert das Sommeressen im Jahresprogramm des Cigarren Club Sonne Sissach besitzt. 50 Teilnehmer fanden sich im Hotel Restaurant Sonne ein. Gastgeber waren Clubpräsident Christian Blaser und Michele Linsalata, Mitbegründer des Clubs und Inhaber der Sonne Sissach.

Die Küche begleitete den Abend mit einem fünfgängigen Menü. Zwischen den Gängen verlagerte sich die Aufmerksamkeit immer wieder auf die Zigarren, die an diesem Abend nicht nur Begleitung, sondern auch Gesprächsstoff waren. Dem Service-Pesonal und der Küche gebührt ein besonderer Applaus!

Auftakt zum Zigarrenprogramm: Auf der Terrasse der Sonne Sissach bereitet ein Teilnehmer seine Zigarre für die Verkostung vor.


Einladung von Zigarren.Zone


Drei Schweizer Neuheiten von The Royal Cigar Company

The Royal Cigar Company AG aus Basel stellte den Gästen drei Zigarrenmarken zur Verfügung, die neu auf dem Schweizer Markt sind. Den Gästen wurden mittelstarke Blends aus Honduras und Nicaragua vorgestellt; bei Las Villas kam ein Deckblatt aus Mexiko zum Einsatz. Meine Erläuterungen zu Herkunft, Aufbau und Besonderheiten der Zigarren stiessen auf reges Interesse. Was ich genau erzählt habe? Besuche eines meiner nächsten Events – dort erfährst du alles über Blend, Deckblatt, Stärke und Fermentation es aus erster Hand.

Drei Schweizer Neuheiten standen zur Auswahl – darunter Zigarren der Linie Raíces 1941 «Nuevo Comienzo».

Gerade das Deckblatt aus Mexiko bei Las Villas verdient Aufmerksamkeit. Es ist der äusserste und sichtbare Teil einer Zigarre. Neben seiner optischen Funktion beeinflusst es auch das Rauchverhalten und die Gesamtkomposition des Blends. Welche Wirkung es entfaltet, hängt jedoch stets vom Zusammenspiel mit Umblatt und Einlage ab.

Die Zigarrenauswahl begleitete den geselligen Auftakt zum Sommeressen des Cigarren Club Sonne Sissach.

Die Reaktionen der Teilnehmer fielen deutlich aus: Die drei Neuheiten wurden intensiv diskutiert, gerne geraucht und waren im Verlauf des Abends vollständig vergriffen. Für einen Clubanlass ist dies ein bemerkenswert unmittelbarer Praxistest – auch wenn die Eindrücke eines einzelnen Abends keine langfristige sensorische Beurteilung ersetzen.

Rasch vergriffen: Die präsentierten Neuheiten stiessen bei den 50 Teilnehmern auf grosses Interesse.

Ein herzliches Danke an The Royal Cigar Company AG für diese Grosszügigkeit!

Oettinger Davidoff bringt zwei weitere Neuheiten mit

Unter den Gästen befand sich auch Domenico Scala, Präsident des Verwaltungsrates von Oettinger Davidoff und Ehrenmitglied des Cigarren Club Sonne Sissach. Scala hatte zwei weitere Neuheiten dabei: die AVO Expresivo und die Zino Honduras. Beide Linien stiessen bei den Anwesenden auf grosses Interesse und waren ebenfalls rasch vergriffen.

Die Gäste in Sissach konnten die neue AVO Expresivo im Toro-Format kennenlernen.

Die AVO Expresivo wird in Honduras gefertigt. Ihre Einlage verbindet Tabake aus Honduras und Nicaragua, während ein Deckblatt aus Ecuador die Konstruktion abschliesst. Damit erweitert AVO sein Sortiment um einen Multi-Terroir-Blend, bei dem Tabake aus unterschiedlichen Anbaugebieten gezielt kombiniert werden.

Die neue Zino Honduras gehörte ebenfalls zu den Zigarren, die Domenico Scala zum Sommeressen mitbrachte.

Die Zino Honduras verwendet unter anderem Tabake aus dem honduranischen Jamastrán-Tal und der Region Copán sowie ein ecuadorianisches Umblatt. Angeboten wird die mittelkräftige Linie in den drei Formaten Half Corona, Robusto und Toro.

Ein herzliches Danke an Oettinger Davidoff für diese Grosszügigkeit!

Warum ist das interessant?

Clubveranstaltungen wie das Sommeressen in Sissach ermöglichen einen Vergleich unter Bedingungen, die sich von einer Einzelverkostung unterscheiden. Mehrere Zigarren werden am selben Abend, im gleichen Umfeld und von einer grösseren Gruppe geraucht. Dadurch entstehen Gespräche über Stärke, Konstruktion und Entwicklung, ohne dass daraus automatisch ein allgemein gültiges Urteil abgeleitet wird.

Simon Kaiser, Store Manager der Maison Oris in Basel, brachte ausgewählte Uhren mit nach Sissach – eine Präsentation, die bei den Gästen auf reges Interesse stiess und rasch lebhafte Gespräche über Mechanik, Gestaltung und Uhrmacherkunst auslöste.

Überraschender Renner des Sommerabends: Der alkoholfreie Prosecco erwies sich als gefragte Begleitung zu den präsentierten Zigarren.

Tabake aus Honduras und Nicaragua werden häufig miteinander kombiniert, weil die beiden Herkunftsländer unterschiedliche Anbaugebiete und Verarbeitungstraditionen besitzen. Entscheidend ist jedoch nicht allein das Herkunftsland. Ebenso wichtig sind Saatgut, Boden, Position des Blattes an der Pflanze, Fermentation, Reifung und die Aufgabe des jeweiligen Tabaks innerhalb des Blends. Ein mexikanisches Deckblatt kann in einer solchen Konstruktion einen deutlich anderen Akzent setzen.

Sommerlicher Auftakt zum Fünf-Gang-Menü: Kalte Wassermelonensuppe mit leicht angebratenem Prosciutto.

Als aus dem Sommeressen ein italienischer Abend wurde

Für die musikalische Begleitung sorgte Gianfranco Caruso. Der Sänger ist zugleich als Schneider tätig und fertigt in Solothurn massgeschneiderte Kleidung an. Doch das musikalische Programm blieb nicht allein in professionellen Händen. Clubpräsident Christian Blaser und Gastgeber Michele Linsalata griffen selbst zum Mikrofon. Gemeinsam mit dem Sänger sangen sie den italienischen Klassiker «Volare». Was als spontane Karaoke-Einlage begann, entwickelte sich zu einem der lebhaftesten Momente des Abends.

Christian Blaser, Sänger und Gianfranco Caruso und Michele Linsalata heben ab.

Die drei Sänger setzten weniger auf gesangliche Zurückhaltung als auf Einsatz, Temperament und sichtbare Freude. Das Publikum nahm die Darbietung mit grosser Heiterkeit auf. Spätestens beim Refrain war aus einem festlichen Sommeressen ein gemeinsamer Clubabend geworden, bei dem Gastgeber und Gäste gleichermassen Teil des Programms waren.

Der zweite Gang des Fünf-Gang-Menüs: gebratenes Lachsfilet auf cremigem Risotto, garniert mit Tomate und Dill. 

Ein Clubabend mit nachhaltiger Resonanz

Das Sommeressen zeigte, weshalb Cigarrenclubs mehr sind als Treffpunkte zum gemeinsamen Rauchen. Sie schaffen einen Rahmen, in dem neue Produkte ausprobiert, Erfahrungen ausgetauscht und persönliche Kontakte gepflegt werden können. In Sissach kamen alle diese Elemente zusammen: ein fünfgängiges Menü, fünf präsentierte Zigarrenneuheiten, 50 aufmerksame Gäste und ein musikalischer Abschluss, der die formelle Distanz endgültig aufhob.

Der dritte Gang: Rindsfilet mit cremiger Sauce, Kartoffelgratin und Gemüse.

Dass sämtliche Zigarren noch während des Abends vergriffen waren, spricht für die Neugier der Teilnehmer. Und dass «Volare» am Ende beinahe ebenso viel Gesprächsstoff lieferte wie die Blends aus Honduras und Nicaragua, dürfte ganz im Sinne eines Clubs gewesen sein, der Zigarrenkultur nicht nur ernst nimmt, sondern auch zu feiern versteht.

Fruchtige Erfrischung als vierter Gang: Beerensorbet im Weinglas. 

Den Abschluss des Fünf-Gang-Menüs bildete eine Käseauswahl von Beeler, ergänzt mit Trauben, Walnüssen und Nussbrot.

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  • Vasilij Ratej