Langzeit Review Por Larrañaga Galanes Boxdate NOV 2020 – zu feucht gelagert
Heute auf dem Prüfstand und in meinem Langzeit Review Por Larrañaga Galanes Boxdate NOV 2020: Eine kubanische Schönheit mit Vergangenheit – und Feuchtigkeitsproblem. Die Por Larrañaga Galanes aus dem Jahr 2020 zählt zu den charmantesten Vitolas Kubas. Mild, zugänglich, feinwürzig. Doch heute zeigt sie mir: selbst eine gut gereifte Kubanerin verzeiht keine falsche Lagerung.
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Inhaltsverzeichnis

Das erste Exemplar am Tag: Viel zu feucht gelagert. Der Zugwiderstand war viel zu stark.
Zu feucht ist nicht zu gut

Die Zigarre hinten lüftet erst mal aus um Feuchte zu verlieren.
Die Kiste lag seit 2020 in meinem Humidor – bei stolzen 75 % Luftfeuchtigkeit. (Ja, ich höre schon das kollektive Kopfschütteln.) Und weil die meisten Hygrometer eher dekorative als präzise Messinstrumente sind, war es möglicherweise sogar noch feuchter.

Das erste Exemplar wird ab der zweiten Hälfte zickig. Sie verglimmte sehr schnell, der Zugwiderstand wurde noch stärker und sie wurde bitter.
Bei meinem Review Por Larrañaga Galanes des Tages hatte die Zigarre entsprechend:
- einen schweren Zug,
- einen intensiven, aber säuerlich-bitteren Geschmack ab der Hälfte,
- und zum Schluss: ein platzendes Deckblatt und ein trauriges Ende im Aschenbecher.

Soweit habe ich es geschafft mit dem ersten Exemplar. Ab hier war sie ungeniessbar.
Kurz: Der überfeuchte Tabak war nicht mehr geniessbar. Selbst der Perfect Draw konnte das Malheur nicht retten.
Lehrstück: Nicht die Zigarre war schuld – sondern ich.
Der Vergleich: Zweieinhalb Stunden entlüftet – und plötzlich ein anderer Smoke

Jetzt das zweite Exemplar: Ein enormer Unterschied zum ersten Exemplar! Optimaler Zugwiderstand und sie schmeckte viel weichter, cremiger, ausbalancierter.
Ich wollte es wissen. Die nächste Galanes wanderte für zweieinhalb Stunden ausserhalb des Humidors auf eine kleine Trockenkur – bereits angeschnitten, um die Feuchtigkeit loszuwerden. Und siehe da: Ein völlig anderes Raucherlebnis! Sie lag ausserhalb des Humidors im Schatten.
Was sich verbessert hat:
- Zugwiderstand: Perfekt.
- Aromen: Cremig, weich, gut ausbalanciert.
- Brandverhalten: Ruhiges Glimmen, dichter Rauch, keine Probleme bis ins letzte Drittel.
Erst ganz am Schluss wurde sie leicht bitter – der warme Rauch hat den noch zu feuchten Tabak noch mehr befeuchtet. Und ja, ein kleiner Riss im Deckblatt war auch hier vorhanden. Der Tabak war wohl noch nicht ganz trocken genug.

Das zweite Exemplar konnte ich wirklich geniessen.
Fazit: Weniger ist richtig
Viele Aficionados beklagen sich über schlechten Zug bei kubanischen Zigarren. Doch ich sage:
Das liegt nicht an der Zigarre, sondern an der falschen Lagerung. Ich rauche viele Kuba Zigarren jedes Jahr und es kommt höchstens einmal vor (wenn überhaupt), dass sie nicht zieht.
Mein Tipp aus der Praxis:
- Zigarren aus Kuba nicht über 68 % lagern.
- Immer in Kisten lassen
- Falls zu feucht: Vor dem Rauchen eine Zigarre „auslüften“ lassen – etwa zwei Stunden.
Und was lernen wir daraus?
Kubanische Zigarren sind wie gute Weine: Sie brauchen Zeit, Ruhe – und die richtige Umgebung. Wer ihnen das gibt, wird reich belohnt.
In diesem Sinne: Keep it dry (aber nicht zu sehr). Und: Zünde nicht einfach an – sondern höre der Zigarre zu. Sie verrät dir viel.
Du hast ähnliche Erfahrungen mit zu feucht gelagerten Zigarren gemacht? Schreib’s in die Kommentare – ich bin nicht der Einzige, der mal daneben lag.
Bildnachweis
- Vasilij Ratej
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Ich habe immer wieder Probleme mit dem ytug. Vorallem mit den Kubanischen. Und ha mein Humidorschrank zeigt 71 an. Was ist bloss falsch? 🤔
Meine Preziosen werden Cubanisch gelagert, eigentlich gar nicht … sie werden geraucht.
Ernsthaft, nach 45 Jahren aktiven Genusses verlasse ich mich ausschliesslich auf mein Haptik-, Geruch- und Geschmacks-Gefühl und wurde nicht enttäuscht. Doch wie anfangs erwähnt, bin ich jetzt nicht der „Ager“, ich bin Raucher. Es gibt wenige Kisten, welche mal 3 oder 4 Jahre überleben und dann auch nur ELs oder ERs.