Yves und sein freies Denken beim Bauen von Tabakpfeifen

Yves Bäcksteiner AKA Backstoner ist mein Name. Bin ca. 40 Jahre alt, wohne in der Nähe von Basel und baue seit den 2013 Tabak Konsumierprotesen. Ich liebe die Kunst und das Spiel mit den Proportionen. Das ist einer der Hauptgründe wieso meine Werke etwas anders aus sehen als die typische Standard Pfeife. 

Ein Interview von Vasilij Ratej, Herausgeber von ZigarrenZone.

Heiliger Bimbam! Diese Tabakspfeife sieht ja furchtbar aus! Und sowas gefällt dir?

Klar sonst hätte ich mir die Mühe nicht gemacht! 

Das war ein Scherz 😉 Ich finde deine Kreativität äusserst beeindruckend! Wie bist du bloss auf so eine Idee gekommen?

Die Nautilus Form an sich existiert schon seit den 70er oder 80er Jahren. Die Form hat mir schon immer äusserst gut gefallen, jedoch konnte ich mich bis jetzt nie mit den Pfeifenkopf/Mundstück Lösungen anfreunden. Da lag es nahe meine eigene Interpretation davon zu bauen. 

Yves und sein freies Denken beim Bauen von Tabakpfeifen

Was bedeutet dir diese Tabakpfeife?

Es gibt noch einige andere die mir sehr am Herzen liegen. Jedes einzelne meiner Werke drücken ganz bestimme Emotionen und Erlebnisse aus. Ich habe mich für diese Pfeife entschieden weil sie am besten mein freies Denken und Gestalten in diesem Bereich repräsentiert. Das Bauen einer Pfeife ist keine Hexerei und kann grundlegend jeder. Die tatsächliche Herausforderung liegt jedoch darin, mal abgesehen von den physikalisch zwingenden Grundvoraussetzungen, sich grundlegend von allen gängigen Vorbildern zu lösen und komplett eigene Wege einzuschlagen.

Du bist ein spezieller Typ. Was reizt dich am kreieren und bauen solcher Tabakpfeifen?

Die Konversation mit mir, dem Material und einer bestimmten Idee. 

Yves und sein freies Denken beim Bauen von Tabakpfeifen

Wie kann man bei dir bestellen?

In der Regel gar nicht. Ich nehme nur äusserst ungern Aufträge an. 

Demnach ist das dein Hobby und du baust in deiner Freizeit „organisch anmutende“ Tabakpfeifen. Warum machst du dich nicht selbständig?

Ja das ist für mich ein, ich sag‘ mal, ernstes Hobby 😂

Sogenannte „freehand“ Pfeifen haben ab einem gewissen Fertigungsgrad weltweit etwa einen ähnlichen Preis. Zum Grundpreis kommt dann noch die Reputation des Künstlers dazu. Es gibt ein Problem: Ein Pfeifenbauer in einem „günstigen“ Land hat beim Verkauf einer Pfeife wesentlich mehr davon als ich hier in der Schweiz. Das bedeutet, dass ich im Monat um ein vielfaches mehr produzieren muss als ein anderer, der in einem Land mit niedrigeren Lebenshaltungskosten lebt. Das wäre der Killer für meine Kreativität.

Yves und sein freies Denken beim Bauen von Tabakpfeifen

Welche Story gibt es, die du gerne mit den ZigarernZone Lesern teilen möchtest zum Thema Tabakpfeifen. Was lustiges, dramatisches, trauriges, inspirierendes?

Meine Kinder benützen Zahnbürstchen mit Saugnäpfen am unteren Ende. Als Eltern versucht man eine gewisse Ordnung im Heim zu erhalten; Zahnbürsten gehören nun mal ins Glas. Eines Tages komme ich wieder ins Bad und da kleben die Bürsten an der Armatur! Das war die Initialzündung für mein kreatives Schaffen. Denn meine Kinder haben mir das freie Leben und die Kreativität darin vor Augen geführt. Seit dem versuche ich das in allen Bereichen umzusetzen.

Yves und sein freies Denken beim Bauen von Tabakpfeifen

Yves, herzlichen Dank für deine Zeit und die sehr interessanten Einblicke!

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