Sanft auf Rauch gebettet: DESPACITO Limited Edition 2018

Sanft auf Rauch gebettet: DESPACITO Limited Edition 2018.

DESPACITO CIGARS ist seit 23. Juli 2018 auf dem Schweizer Markt erhältlich. Gerollt werden die Zigarren in der Dom. Republik bei Maurice Koks. Die Macher sind zwei Ex-Banker. Der ehemalige Chef der Bank Coop Andreas Waespi und der ehemalige UBS-Banker Tony Guggenbuehler. Wer jetzt denkt, dass die neue Firma hochtrabende Wachstumsziele mit Möglichkeit zur Firmenbeteiligung hat (und auch gleich ein Zigarren-Anlagefonds etabliert wird), der irrt. Die beiden Cigar Aficionados sind sehr bodenständig. Quatsch. Sie sind sogar EXTREM bodenständig. „Wir haben uns keine Wachstumsziele gesetzt,“ erzählt mir Andreas Waespi in der Zigarren.Zone Lounge in Liestal (Nähe Basel). Tony Guggenbuehler ergänzt: „1/4 der Produktion ist bereits verkauft. Wir machen das ganz langsam und Schritt für Schritt.“ Das sind immerhin schon rund 5’000 Zigarren. Herzlichen Glückwunsch. Zu kaufen gibt es die Zigarren exklusiv im Onlineshop unter DESPACITO CIGARS.

„Despacito“ heisst „langsam“ oder „gemächlich“. Inspiriert wurden die Beiden durch das gleichnamige Lied „Despacito“. So entschieden sie sich die Domain „despacitocigars.com“ zu sichern. Der Zigarrengenuss soll ja „langsam“ und „gemächlich“ erfolgen. Ein sehr passender Name für eine Zigarrenmarke, oder etwa nicht? Hier ist das Lied für dich:

Die Anilla

Die Anilla ist hochwertig gedruckt und geprägt. Mir persönlich gefällt die Farbkombination, wunderschön. Aber das Glanzpapier gefällt mir nicht so. Ein mattes Papier wäre meiner Meinung nach besser geeignet zum wunderschönen Deckblatt. Die Prägung kann wiederum glänzig sein. Aber was weiss ich schon von Grafikdesign… ich wollte es bloss mal so nebenbei freundlich erwähnen…. 😀

Foto unten: Der Zigarre ist das Wurscht. Wie man sieht küsst der Rauch die Anilla. Also sollte ich meine sensitive Klappe vermutlich halten…

Warte – das möchte ich dir ganz nahe zeigen:

Der Rauch küsst die Anilla. Also ist meine „Kritik“ haltlos…

Eigens eine Brand-Entwicklerin wurde engagiert, um das komplette „Branding“ zu entwerfen (Catherine Martin). Hier ein toller Artikel darüber > und hier geht’s zur Website von Catherine Martin >

Der Zigarrenkopf hat ein „Pigtail“:

Der Zigarrenfuss: Komplett „Despacito Cigar“ von Kopf bis Fuss

Der Zigarrenfuss ist in überschüssiges Deckblatt gehüllt. Das ist immer etwas Spezielles, was mehr Geduld beim Anzünden erfordert. Also auch hier zieht sich der Name „Despacito Cigar“ komplett von der Idee her hindurch. Herrlich.

Mehrfach Tasting Despacito Limited Edition 2018

Das Format: Double Toro > Länge 17,4 cm / Ring 58 (2,3 cm). Rauchdauer etwa 2 – 2.5 Stunden. Preis: CHF 22,80 (Stand per September 2018). 10er Kistchen.

Verkostet habe ich drei Exemplare an unterschiedlichen Tagen und zu unterschiedlichen Zeiten. Alle drei Exemplare schmeckten praktisch identisch. Als ich eine der Zigarren über die Mittagszeit verkostete, schien sie mir im Verlauf der zweiten Hälfte stärker als die anderen beiden Exemplare. Das lag an meiner Tagesform und vermutlich auch an der Tageszeit. Das ist natürlich kein Fehler der Zigarre.

Die erste Hälfte: Stärke 2/5. Sie hat einen sehr leichten Zugwiderstand. Allerdings glimmt die Zigarre sehr gut. Ich konnte sie bedenkenlos über 3 Minuten liegen lassen. Ab und zu hat sie etwas Schiefbrand, der sich von selbst korrigiert. Ab und zu musste die Flamme helfen. Sanft zartbitter | Etwas Säure | Sanfter und doch sehr schöner Tabakgeschmack auf der Zunge | Retronasal ausgezeichnete Röstaromen nach leicht brennendem Holz.

Die zweite Hälfte: Stärke 2/5 und gegen Schluss max. 3/5. Der Zugwiderstand bleibt leicht. Der Schiefbrand muss nach dem Abstreifen der Asche vermehrt mit der Flamme korrigiert werden. Zartbitter etwas stärker | Etwas mehr Säure | Leichte Würze | Eine schöne, sanfte Süsse kommt hinzu – wunderbar! | Retronasal etwas würzig und eine gute Portion mehr Röstaromen nach brennendem Holz. Die Zigarre entwickelt sich in der zweiten Hälfte zu intensiveren Geschmacksnuancen. Das gefällt mir an einer Zigarre. Sanfte Zigarren sind für mich meistens langweilig, weil sie von Beginn bis zum Schluss linear bleiben. Diese Limited Edition 2018 entwickelt sich etwa ab der zweiten Hälfte – herrlich. In der zweiten Hälfte hatten alle drei Exemplare ein kleines Problem: Sie glimmten nicht mehr so lang und ich musste sie ab und zu mit der Flamme mehr zum Glimmen bringen.

Bitte Vorsicht, damit die Zigarre nicht überhitzt. Dann bleibt der wundervolle leicht süssliche Geschmack erhalten – verbunden mit Zartbitter und einem herrlichen retronasalen Abgang mit süsslichen Röstaromen nach brennendem Holz.

Capiche? 😀

Was ist „retronasal“?

Retronasaler Zigarrengenuss steigert den Geschmack. Was das ist und, warum es funktioniert und wie man das macht liest du bitte in der Onlineausgabe vom GenussBrief.

Das Geheimnis ist gelüftet: Fachgerechte Lagerung und Versand

Gelagert werden die Zigarren bei The Royal Cigar Company in Basel. Sie führen auch den Versand aus. So ist gewährleistet, dass die Zigarren bei besten Konditionen gelagert und fachgerecht verschickt werden. Der Versand erfolgt in der Schweiz.

InterTabac 2018: Erste Kontakte wurden geknüpft

Ich traf mich mit den beiden Machern ein weiteres Mal an der InterTabac. Zuvor haben sie mich schon in der Zigarren.Zone-Lounge besucht. „Hier an der InterTabac haben wir Kontakte für eine etwaige Internationalisierung geknüpft,“ erzählte mir Tony Guggenbuehler, „aber das ist alles noch nicht spruchreif. Wir gehen das wirklich gemächlich an – DESPACITO – Schritt für Schritt.“ Wir sassen im Innenhof der Messe. Andreas Waespi zog genüsslich an einem der DESPACITO-Formate und sagte: „Wir haben uns auch mit Maurice Koks getroffen und eine weitere Charge bestellt. Etwas Schönes gibt es dieses Jahr noch, aber mehr verrate ich noch nicht.“ Es wurde plötzlich kalt im Innenhof und es fing an zu regnen. Wir gingen wieder in die Halle zurück. Später erfuhr ich, dass ihr Rückflug wegen des aufkommenden Sturms storniert wurde. Sie mussten mit dem Zug nach Hause fahren.

Die Formate

Alle Zigarren sind in Cellophan verpackt. Die Fotos im Onlineshop zeigen die Zigarren ohne Cellophan (Stand September 2018).

Derzeit gibt es vier Formate (Stand September 2018):

  • Short Robusto: 10,2 cm / Ring 50 (1.98 cm) / CHF 6.90, 20er Kistchen
  • Robusto: 12,7 cm / Ring 50 (1,98 cm) / CHF 8.90, 20er Kistchen
  • Toro: 15,2 cm / Ring 52 (2,06 cm) / CHF 9.80, 20er Kistchen
  • Double Toro Limited Edition 2018: 17,4 cm / Ring 58 (2,3 cm) / CHF 22.80, 10er Kistchen

Empfehlung zur Akklimatisierung

Die Zigarren sind nach dem Kauf sofort zum Verkosten geeignet. Gerollt wurden sie im April / Mai 2018 und kamen im Juni 2018 in die Schweiz. Nach dem Kauf empfehle ich eine Akklimatisierung im heimischen Humidor von 4-6 Wochen. Ein „Aging“, also eine Langzeitlagerung von mehreren Jahren, ist kaum zu empfehlen. Nach der Akklimatisierung empfehle ich eine Verkostung innerhalb von rund 6-12 Monaten. Lagerung entweder komplett in der Kiste oder einzeln mit dem Cellophan.

Bitte um Beachtung 🙂 KLICKEN! 🙂

Es gibt einen schönen Werbebanner. Du findest ihn auf dem Desktop in der seitlichen Navigationsleiste. Auf dem Handy findest du die Leiste unterhalb dieses Beitrags. Auf dem Tablet ist die Leiste auch seitlich zu finden (je nach deiner Browser-Einstellung) oder unterhalb dieses Beitrags. Wenn du leichte Zigarren mit einer schönen Smoke-Entwicklung mit schönem Aroma magst, dann klicke auf den Banner und bestelle dir dein Wunsch-Format. Am besten die Limitada, solange sie noch erhältlich ist. Oder die Short Robusto, wenn du nicht so viel Zeit für einen schönen Genuss hast. Oder die anderen beiden Formate. Na sowas, da wären wir also schon bei einem Kistchen pro Format 😀

Post Scriptum: Keine Angst vor dem Abstreifen der Asche

Ich beobachte seit etwa 2017, dass viele Zigarrenraucher die Zigarre senkrecht halten um möglichst eine lange Asche zu bekommen. Jeder wie er will. Ich finde das doof. Man ist irgendwie „verkrampft“ und hält die Zigarre so, wie es gar nicht gedacht ist. Sobald die Asche lang genug ist, kann man sie vorsichtig abstreifen. Sehr oft passiert ja das hier: ZACK – und die Asche fliegt auf die Kleider, in den Rum, in den Kaffee und weiss der Geier sonst wohin – auf den Teppich der sofort in Flammen aufgeht und das ganze Haus nieder brennt  🤣 Ich mag es dramatisch  😂 Aber wie geschrieben: Jeder wie er will.

Warum wird das aber so gemacht? Es heisst: „Der Rauch bleibt kühler und die Zigarre schmeckt besser“. Schön. Warum soll der Rauch kühler bleiben? Wenn die Zigarre glimmt, dann glimmt sie. Ende der Durchsage.

Fotostudie unten: Hochwissenschaftliche Art, wie man die Asche abstreift. Am Rand des Aschenbechers mit Gefühl „abknicken“ und drehen. Ich teste vorher immer, wie gut die Asche hält indem ich die Zigarre ganz leicht auf den Rand des Aschenbechers „klöpfele“.

Mit DESPACITO-Gefühl abstreifen…

…drehen…

…fertig. 

Jetzt bist du an der Reihe

Hast du die Zigarren schon einmal verkostet? Schreibe doch hier unten deine Meinung dazu. Und falls du die Zigarren noch nicht kennst: Es wird Zeit. Bestelle bitte hier > 

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Der GenussBrief erscheint jeden 1. Sonntag pro Monat mit einem Zigarren-Thema. Als Dank bekommst du per eMail zwei eBooks zum Thema Zigarren von Zigarren.Zone. Ich wünsche dir viel Genuss damit 🙂 Vasilij Ratej - Herausgeber
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Vasilij Ratej

Ich bin Herausgeber von ZigarrenZone. Ich bedanke mich für deine Zeit, die du in meinem Blog verbringst, das schätze ich sehr. Falls du Fragen / Kommentare hast: Frage / kommentiere, ich freue mich :)

Vasilij Ratej

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