Leonel Royale Gran Cru 2012 Edicion Rare

Der limitierte, wunderschöne Kiste mit auserlesenen 16 Zigarren der Leonel Royale Gran Cru 2012 Edicion Rare ist hochwertig verarbeitet und ein echter Hingucker! Mein Bericht ist dieses Mal viel ausführlicher, als üblich; Handelt es sich doch um eine „Rare“ Edition. Geniales Marketing des Herstellers? Oder bietet sie für den Geniesser wirklich etwas Besonderes? Bevor ich zum Tasting dieser Kaufempfehlung komme,  gibt’s zunächst noch Hintergrundinformationen zu dieser Rarität. Bei zigarren-online.ch sowie von Herstellerseite ist zu lesen:

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Grand Cru – Die besten des Jahrgangs 2012

Die Leonel Royale Grand Cru werden aus den formschönsten Tabakblättern der Saison gerollt. Deshalb kann nur eine sehr limitierte Anzahl an Grand Cru Zigarren hergestellt werden und ist somit auch im Fachhandel nur begrenzt verfügbar.

Das Toro Gordo Format

Nach dem großen Auftakt der Grand Cru Serie mit den beiden Formaten Belicoso und Double Toro, die im exklusiven, streng limitierten Royale Humidor, ausgeliefert wurden, präsentieren wir das letzte Format des Grand Cru Jahrgangs 2012: Die Leonel Royale Grand Cru Toro Gordo.

Für die Grand Cru Toro Gordo wird die Auslese der Jahrgangstabake der Manufaktur verwendet. Der Blend wird mit diesem Format abgestimmt, was einzigartig ist und nur mit diesen herausragenden Tabaken für die Grand Cru Serie gerollt wird.

Das Toro Gordo Format besitzt eine stattliche Länge von 152mm und einen Durchmesser von 22mm, was einem Ringmass von 56 entspricht entspricht. Die Grand Cru 2012 im Toro Gordo Format sind zudem in einer wunderschön verarbeiteten Kiste zu 16 Zigarren verpackt.

Grand Cru 2012 – Die Blends

Die Blends der Grand Cru 2012 Toro Gordo basieren auf den Mischungen Royale Original, Royale Cameroon und Royale Édition Rare. Verfeinert durch herausragende Tabake, eine besondere Reifung und Fermentation, sowie durch eine exzellente Verarbeitung erhalten die Toro Gordo Formate das Prädikat Grand Cru 2012.

Grand Cru 2012 – Édicion Rare

Die Édicion Rare Mischung ist nur in der Grand Cru 2012 Serie und ausschließlich im Toro Gordo Format erhältlich. Der Masterblender der Manufaktur hat diese Mischung aus einer Ligero-Seco Komposition aus mehreren Anbaugebieten Nicaraguas kreiert. Mit der mit Passion und Leidenschaft gilt diese Mischung als Hommage an die ursprünglichen Aromen Nicaraguas.

Der Geschmack der Édicion Rare ist mittelkräftig bis gehaltvoll und wird von Kaffee- und Röstaromen begleitet. Abgerundet wird das Aroma von einem ölig, braun glänzenden Deckblatt aus Nicaragua.

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Jetzt aber: Das Tasting

Im Kaltzustand duftet die „Leonel Royale Gran Cru 2012 Edicion Rare“ extrem wundervoll nach „tiefem“, gut gelagertem Heu. Ich bohre sie mit dem Davidoff Rund-Cutter (grösste Bohrung). Der Kaltzug schmeckt extrem nach süsser Melisse und vermischt sich mit reinem Tabak. Wie herrlich ist das denn!?

Am offenen „Brand-Teil“ der Zigarre sehe ich hellere und dunklere Tabak-Lagen, die in unterschiedlichen Schichten gerollt wurden.  Ich habe Bedenken, dass hier der schwerer brennbare Tabak nicht korrekt ausschliesslich in der Mitte verarbeitet wurde, sondern auch  etwas nach Aussen gerutscht ist. Ich sollte Recht behalten: Schiefbrand begleitet den ganzen Smoke, aber mit der Flamme kann man ihm Einhalt gebieten.

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Die eigene Tagesform ist sicherlich ein entscheidender Genuss-Faktor

Möglicherweise liegt es an meiner Tagesform; Ich habe gerade den Super Bowl hinter mir und geniesse die „Leonel Royale Gran Cru 2012 Edition Rare“ nach einem guten Frühstück gegen 10 Uhr Vormittags: Sie schmeckt „grün“ und mein Mund wird „trocken“. Anhand der Geschmacksmelange bin ich mir aber sicher: Es liegt an meiner Tagesform, denn das Blending hat viel mehr zu bieten! Deshalb lasse ich die anderen Zigarren im Cellophan verpackt im Humidor die nächsten Monate liegen und schreibe danach ein neues, kürzeres Tasting; So wird man den Unterschied bestimmt erkennen können.

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Das erste Drittel: Reiner Tabak, mit süsser Melisse und wundervollem „Heu“

Der Zugwiderstand ist einen Hauch zu schwach (die nächste Zigarre der „Leonel Royale Gran Cru 2012 Edition Rare“ werde ich mit der mittleren Bohrung versehen). Die Raumnote (Aroma) duftet herrlich nach purem Tabak (vielleicht leicht „bissig“), denn die Rauchentwicklung ist enorm. Ich sehe über den „grünen“ Geschmack hinweg und konzentriere mich auf die Melange, die ich eindeutig im Hintergrund schmecke: Die Geschmacksmelange ist herrlich; Reiner Tabak, sanfte Würze, ein Hauch von süsser Melange im Hintergrund, sehr sanftes Prickeln auf der Zungenspitze…und, wundervoll: „Heu“ ergänzt diesen herausragenden Blend!

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Nasal ist sie ausgesprochen scharf und pfeffrig…whooohaaa….da treibt es mir gleich Tränen in die Augen. Der Pfeffer hält noch ein ganzes Weilchen an, bevor sich meine Epidermishäärchen wieder beruhigen! Wow! Stark – im wahrsten Sinne des Wortes!

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Das zweite und dritte Drittel: Klarer Rollfehler, aber das Geschmackspotenzial ist entscheidend

Die Asche ist nicht sehr fest und sollte nach etwa 2cm abgestreift werden (obwohl sie fest aussieht). Und jetzt sieht man den Fehler des Rollens: Der Kegel ist nicht mittig, sondern aussen.  Nun, einerseits habe ich für den Roller Verständnis; Er ist sicherlich unter Druck, weil er eine bestimmte Menge produzieren muss. Andererseits ist es mir aber auch „Schnuppe“. Wenn ich viel Geld für ein Qualitätsprodukt ausgebe, dann erwarte ich dementsprechend eine korrekte Verarbeitung des Tabaks. Ende der Durchsage.

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Schlussendlich ist der Geschmack für mich persönlich entscheidend. Ich schätze das Potenzial hoch ein, dass dieser fantastische Blend bei der „richtigen“ Tagesform herausragend schmeckt. Und schlussendlich entscheidet die persönliche Geschmacksvorliebe, ob einem die „Leonel Royale Gran Cru 2012 Edition Rare“ schmeckt oder nicht.

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Die wundervolle Geschmacksmelange wird im weiteren Verlauf komplexer, das „Heu“ vermischt sich noch mehr mit der süssen Melisse und als „Grundgeschmack“ bleibt purer, toll fermentierter Tabak auf der Zunge. Besonders angetan hat mich der Übergang zum letzten Drittel: Nussige Erdnuancen übernehmen die Dominanz; Und diese Melange ist wirklich herrlich!

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Fazit: Klare Kaufempfehlung

Für mich persönlich gehört diese Zigarre eindeutig in die Sammlung, wer gerne den Geschmack von auserlesenem Tabak mag. Ich bin gespannt, ob der „grüne“ Geschmack beim nächsten Mal verflogen ist.

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Vasilij-Hut-01 Have a good smoke, Vasilij

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Vasilij Ratej

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