Heinrich Villiger und 5 Zigarren Antworten

Heinrich Villiger

Heinrich Villiger und 5 Zigarren Antworten: Anfang 2021 habe ich Heinrich Villiger 5 Fragen zum Thema “Gesetze gegen Zigarren” geschickt. Heinrich Villiger ist eine lebende Zigarrenlegende. Zur Ergänzung zu diesem Beitrag, und dass du Heinrich Villiger etwas kennenlernen kannst, habe ich eine schöne Dreingabe für dich: Nach seinen 5 Antworten findest du auch einen Film, den ich zum 30-jährigen Jubiläum der “5TH Avenue Products Trading-GmbH” produziert habe.

Auf meine Anfrage zum Interview antwortete er: “Lieber Vasilij, Deine 5 Fragen beantworte ich – aus meiner Perspektive – gerne wie folgt.”

Warum will die WHO die Tabakindustrie zerstören? Die Länder kassieren Steuern jedes Jahr, das würde weg fallen.

Die WHO – World Health Organisation – ist eine weltweite Organisation zum Schutz der Gesundheit der Menschheit. Wenn ich mich nicht irre, hat die WHO rund 100 Mitgliedsländer, die diese Organisation mit Sitz in Genf finanzieren. Die letzte Neuigkeit noch vor der Vereidigung des neuen US-Präsidenten “Biden”: Die USA bzw. Trump hat vor kurzem die Zahlungen an die WHO eingestellt, weil er mit deren Leistungen nicht zufrieden ist. Die WHO beurteilt den Tabakgenuss als das grösste vermeidbare Krebsrisiko – Lungenkrebs als Folge vor allem des Zigarettenrauchens. Das realisiert natürlich auch die Zigarettenindustrie, die in den vergangenen Jahren eine sehr grosse Zahl von “Alternativ-Produkten” auf den Markt gebracht hat, die nicht mehr verbrannt, sondern mit weniger (oder keinen) die Lunge schädigenden Rückständen “verdampft” werden.

Heinrich Villiger
Heinrich Villiger

Da diese Fabrikate keine Tabak-Waren sind, können sie sinngemäs nicht als Tabakwaren besteuert werden. Hier sind die Meinungen der Industrie einerseits und der Finanzbehörden andererseits nicht konform – die Staaten können auf die Tabaksteuern nicht verzichten. In Deutschland – nur als Beispiel – beläuft sich die Tabaksteuer allein auf Zigaretten im Monat auf eine Milliarde EURO.

Welche mächtige Lobby steckt dahinter?

Es sind zwei Parteien, einerseits der Staat und andererseits die Zigarettenindustrie, die diese neuen “Alternativ-Produkte” selbst entwickelt hat. Die Argumente der Zigarettenindustrie und auch anderer Hersteller: Diese neuen Produkte seien weniger schädlich und dürften deshalb nicht auch noch besteuert werden.

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Es gibt Behauptungen, dass die Tabakindustrie selber dahinter steckt für diese Verbote, damit sie neue Produkte lancieren kann und damit der Verkauf der klassischen Tabakwaren sogar noch mehr forciert wird?

Diese ganze Problematik ist jedoch noch viel komplexer: Es geht hier auch um die allseits bekannten Rauchverbote (wie in der Gastronomie usw.). Fallen diese neuen Produkte auch unter diese? Die Frage ist umstritten. 

Die Menschen, die diese Gesetze auch gegen die Zigarren erlassen, wie müssen die ticken?

Es gibt – seit eh und je – die vier “klassischen” Kategorien von Tabakprodukten: 

  • das industriell gefertigte Massenprodukt “Zigarette”
  • der sog. “Feinschnitt,” zum “Drehen” von selbstgefertigten Zigaretten (durch den Konsumenten)
  • Cigarren und Cigarillos (machinemade und – bei Cigarren – auch ‘handmade’)
  • der Pfeifentabak

Das ist auch die Reihenfolge der Bedeutung, auch für das Steueraufkommen in die Kassen der Finanzministerien. Aber für die “Gesundheitsapostel” ist Rauch eben Rauch, unabhängig davon, wo dieser herkommt. Immerhin – zu unseren Gunsten – wird dem Cigarren-und dem Pfeifenraucher attestiert, dass diese in aller Regel den Rauch nicht wie die Zigarettenraucher inhalieren und damit “gesünder” rauchen.

Wie siehst du persönlich die Zukunft der Zigarrenbranche, sagen wir in den nächsten 10, 50, 100 Jahren?

Die grosse Frage ist in der Tat die, wo die Entwicklung hingeht, die wir natürlich auch beobachten. Die beiden neuen Kategorien ENDS (Electronic Nicotine Dispenser Systems) und ENNDS (Electronic Non Nicotine Dispenser Systems) – das sind die Verdampfer von “Tabakpfropfen” und von sog. “Liquids” in allen möglichen und unmöglichen Geschmacks-Variationen – haben in den letzten Jahren ein beachtliches Marktvolumen erreicht.

An diesem Geschäft kommen auch die traditionellen Tabakwarengeschäfte nicht vorbei. Tangiert davon wird vor allem die Zigarette. Nach unseren Marktbeobachtungen bleiben die Cigarren- und Cigarilloraucher diesen Fabrikaten treu. Positiv ist vor allem auch die Absatzentwicklung von Handmade bzw. von Hand gerollten Cigarren aus der Karibik (Kuba und der Dominikanischen Republik) und aus Zentralamerika (Nicaragua und Honduras). In diesen Ländern “boomt” die Cigarrenfabrikation. 

Insgesamt geht es der Cigarrenindustrie zurzeit (weltweit) gut. Von der Corona-Pandemie wurde sie nur marginal betroffen. Gelitten hat allerdings das Duty-Free-Geschäft, weil der ganze Flugverkehr eingebrochen ist. Aber die Cigarrenraucher rauchen weiter und kaufen ihre Cigarren beim “konventionellen” Handel. Ich beurteile deshalb die Zukunft unserer Branche positiv. Das “Image” unserer Produkte ist und bleibt positiv.

Heinrich Villiger und der Kurzfilm: “Der Mann in der Zigarre”

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