Der Mann in der Zigarre

Der Mann in der Zigarre ist Heinrich Villiger. Ein so grosses Fachwissen und so viel Liebe zum Produkt „cubanische Zigarre“ ist sehr eindrucksvoll. Zum 30jährigen Jubiläum von 5TH Avenue hat ZigarrenZone einen Kurzfilm produziert. 5TH Avenue ist der offizielle Importeur cubanischer Zigarren für Deutschland, Österreich und Polen. Früher gab es in den Ländern viele Importeure cubanischer Zigarren. Die damalige Vertriebsgesellschaft „Cubatabaco“ hat den Vertrieb dramatisch reorganisiert. Das war im Jahr 1989.

Der Kurzfilm ~ Knackige 12 Minuten History

Der Kurzfilm „Der Mann in der Zigarre“ umspannt die Jahre: 1970er, 1989er, 2001 und 2019. Drei Darsteller erzählen eindrucksvoll und spannend, warum die 5TH Avenue vor 1989 Luxusprodukte im Versandhandel verkaufte, warum 1989 die Firma entschloss sich auf cubanische Zigarren zu fokussieren, wie im Jahr 2001 neue Weichen gestellt wurden und wie es um die Firma im Jahr 2019  bestellt ist. Die drei Darsteller sind Heinrich Villiger, Barbara Leyva de la Torre und Christoph A. Puszkar.

Das erste Joint Venture zwischen einem staatlichen Tabakunternehmen aus Cuba und einem Importeur

Vor der Castro-Revolution hatten die cubanischen Zigarrenmarken alle ihre eigenen Vertriebsorganisationen. Nach der Revolution wurden alle Zigarrenproduzenten verstaatlicht. Sie wurden dem Staatsbetrieb Cubatabaco einverleibt. Cubatabaco hatte nun das logistische Problem, dass die Marken alle unterschiedliche Importeuere pro Land hatten. Der damalige Präsident von Cubatabaco Francisco Padron wollte das ändern. Er wollte eine Vereinfachung. Er lud alle Importeuere von Europa nach Zürich ein. Das war etwa im Jahr 1987.

Der Deal sah so aus: Es gibt pro Land nur noch einen Importeur und Cubatabaco wollte mit 50% an der Gesellschaft beteiligt sein. Die Importeure waren alles selbständige Unternehmen und lehnten diese Idee ab. Heinrich Villiger führte damals die 5TH Avenue Products. Das war ein Handelsunternehmen. Es verkaufte Produkte im Luxussegment per Versandhandel. Es handelte sich um ein Direct-Marketing Unternehmen. Sie hatten auch Zigarren im Angebot. Ziel der 5TH Avenue war, der Zigarre zu einem besseren Image zu verhelfen. Denn zur damaligen Zeit war das Luxusprodukt in Deutschland nicht mehr so gefragt.

Heinrich Villiger erkannt das Potenzial in der Idee von Herrn Padron. Da Villiger schon seit Jahrzehnten gute Geschäfte mit Cuba abwickelte, packte er diese Chance beim Schopf. Fast das gesamte bisherige Sortiment von 5TH Avenue wurde liquidiert. Sozusagen von einem Tag auf den anderen gab’s bei der 5TH Avenue „nur“ noch cubanische Zigarren zu kaufen; allerdings konnte nicht der Endkonsument einkaufen, sondern die Zigarrenhändler.

Die 5TH Avenue war das erste Joint Venture Unternehmen, welches mit dem cubanischen Staatsbetrieb Cubatabaco diese Partnerschaft einging. Nachdem Heinrich Villiger diesen mutigen Schritt getan hat, und bewies, wie gut das funktionierte, zogen nach und nach andere Import-Länder nach.

Der Mann in der Zigarre – der Kurzfilm und ihre Darsteller

Im Kurzfilm erzählt Heinrich Villiger eindrucksvoll, wie das alles entstanden ist. Zu Wort melden sich auch Barbara Leyva de la Torre und Christoph A. Puszkar.

Barbara Leyva de la Torre. Die Cubaner haben seither von Zeit zu Zeit ihre Mitarbeitenden zu den Importeuren zur Arbeit geschickt. Sie blieben mehrere Jahre. Barbara Leyva de la Torre arbeitete seinerzeit in der Finanzabteilung von Cubataco (später bei der neuen Vertriebsgesellschaft Habanos S.A.). Sie war schon einmal kurz bei der 5TH Avenue und arbeitet nun seit Herbst 2018 für vier Jahre hier. Jetzt ist sie bei 5TH Avenue „Commercial Manager“ und ist verantwortlich für den Einkauf. Sie war auch schon bei der Intertabak AG, dem Schweizer Importeur für cubanische Zigarren.

Christoph A. Puszkar. Er heuerte im Jahr 2001 bei 5TH Avenue Products an. Er liebte damals schon cubanische Zigarren. Und so war es für ihn fast ein Hobby, dass er das Marketing für cubanische Zigarren machen konnte. Heute ist er Marketingleiter bei 5TH Avenue.

Das Konzept des Kurzfilms

Im Intro wird man etwa in die 1960er Jahre zurückversetzt. Man sitzt sozusagen vor einem alten TV-Gerät. Es ist in Schwarz/Weiss produziert und der Film enthält Bild-Störungen; Heinrich Villiger erklärt ein ein paar kurzen Sätzen wie der Habanos-Geniesser „tickt“. Auch der Ton hört sich „alt“ an.

Der Übergang in die 1970er Jahre zeigt Technologie-Schwerpunkte; die fliessenden Technologie-Fotos ruckeln absichtlich ein bisschen. Diese Szene ist mit einem 35mm-Filter produziert worden. Das Bild ist etwas körnig, so wie die Filme damals produziert wurden.

Der Übergang in die 1989er Jahre zeigt erneut Technologie-Schwerpunkte. Das Bild dieser Szene ist jetzt deutlich „schärfer“ und die Farben sind etwas „dunkler und etwas gesättigter“.

Der Übergang ins Jahr 2001 zeigt ebenfalls Technologie-Schwerpunkte. Das Bild dieser Szene ist etwas „weicher“ in den Farben.

Der Übergang ins Jahr 2019 zeigt ein letztes Mal Technologie-Schwerpunkte. Das Bild dieser Szene wurde nicht überarbeitet, sondern zeigt pures Full-HD genau so, wie es aufgezeichnet wurde.

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Antworten

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  1. Ein wirklich sehr tolles Video mit sehr vielen Informationen die man sonst vielleicht nicht gerade bekommt. Weiter so Vasilij.

  2. Tolles Video, kurz und knackig mit guten Interviews die inhaltlich sehr interessant waren- Kompliment

  3. Ich fand den Film inhaltlich sehr gut. Die Übergänge fand ich jetzt nicht so gut. Im großen und ganzen war ich sehr begeistert und hatte auch Spaß beim Schauen.

    1. Ich kann mich bei diesem interessanten Mann nur bedanken, für seine aufopfernde Arbeit, die es mir erlaubt, meinen schönsten Zeitvertreib zu geniessen.
      Heinrich Villiger, oder, «A life for a leaf»

  4. Informativ und sehr gut gemacht. Tolles Hintergrundwissen leicht verständlich rüber gebracht.
    Ich wünsch mir mehr solcher Kurzfilme. Danke dafür!

  5. Der Bericht zeigt einmal mehr, dass Heinrich Villiger wohl einer der besten Kenner der kubanischen Zigarre ist.

  6. Ein schöner spannender Kurzfilm von Herr Villiger und seinen Mitarbeiter . Herr Villiger hat Recht “ Ein Zigarrenliebhaber bleibt seinen cubanischen Zigarren -Formaten treu “. Es gibt nichts besseres . Nicht zu vergessen die Lagerung cubanischer Zigarren und sie alle zwei bis drei Jahre die Zigarren zu verkosten bis sie dann ihr Höhepunkt erreicht haben und perfekt rauchbar sind , das ist Pure Leidenschaft. Mir persönlich schmecken die Zigarren zwischen 7 und 10 Jahren am besten . Das ist Genuss Pur. Wie zum Beispiel eine Montecristo A nach 15 Jahren ein Genuss den man nicht mit Worten beschreiben kann . Probiert es einfach aus auf längere Zeit Cubanische Zigarren zu lagern.

  7. Ich habe den Bericht mit viel Interesse angeschaut. Für mich war dieser Bericht sehr informativ und sehr gut gemacht. Dieser Film hat mich motiviert, die kubanischen Zigarren wieder vermehrt zu geniessen. Besten Dank.

  8. Spannender und gut gemachter Film, insbesondere die Zeitsprünge: das ist noch gar nicht so lange her, dass kubanische Zigarren ein schwer zu bekommendes Luxusgut waren! Ein Grund mehr, sie bewusst zu genießen.

  9. ich hab spaß am gelingen, an tollen Zigarren, an guten Leuten…. alles das ist bei Villiger der Fall….. hoffentlich gehts lange so weiter….

  10. Herzlichen Dank für die interessante Zusammenfassung über Heinrich Villiger und 5th Avenue. Man lernt immer wieder mal etwas dazu, und seiner Einschätzung betreffend
    „Hängenbleiben“ bei der „eigenen“ kubanischen Cigarren-Marke kann ich meinerseits nur beipflichten

  11. Durch meine langjährige AD Tätigkeit bei Gebr. Heinemann GmbH Hamburg,von 1977 mit 2010 hatte ich etwas andere Erlebnisse über die Entwicklung der Longfiller -Zigarren .
    Da ich aber im Ruhestand bin ,steht es mir mir nicht mehr zu meine Meinung dazu wiederzugeben.
    Grundsätzlich möchte ich hervorheben, dass ich Herrn Heinrich Villiger und seine Einflüsse im Markt,auch heute noch sehr schätze !

  12. Es freut mich immer wieder, mit welchem Intusiasmus die Menschen Dinge getan haben. Das schöne daran ist auch, daß es viele auch immernoch tun.
    Da ich das Glück habe einige Produzenten und Importeure selbst zu kennen, meine ich auch zu wissen, daß die Freunde an der Zigarre nie vergangen ist. Daher kommt auch meine passion, es ist immer echt,nie Mode.

    Grüße

    Don

    1. „Der Havanna Raucher ist ein „Sturkopf“, welcher nicht nach links und nach rechts schaut was es noch so gibt, der bleibt dann auch dabei…“ …hahahaha, ich glaube, dass Herr Villiger das nicht ganz richtig einschätzt. Möglicherweise interpretiere ich seine Aussage auch falsch, dann will ich nichts gesagt haben und entschuldige mich. Ich würde behaupten, das viele nach einer Zeit der „durch die Länder rauchen“ dann irgendwann bei Habanos hängen bleiben…und dann trifft die Aussage von Herrn Villiger doch wieder zu. Bisher war mir nicht bekannt, dass Cubatabaco (oder der Kubanische Staat) mit 50% Anteilseigner der jeweiligen exclusiven Vertriebsunternehmen von Habano´s Zigarren ist und
      Habanos S.A. noch einmal dazwischen geschoben, interessant.

  13. Das ist typisch Vasilij , Kurzfilm mit viel Information von einem der Zigarren im Blut hat . Super gemacht . ?

  14. Finde den film gut gemacht,kurzweilig gestaltet,viel infos in kurzer zeit.