Cigar Rights Of Europe: Jetzt Mitglied werden

Cigar Rights Of Europe ist ein Verein in Deutschland, der sich zum Ziel gesetzt hat, dass die Zigarren nicht in den gleichen Gesetzes-Topf geworfen werden wie es das Gesetzt bei Tabak vorsieht. ZigarrenZone sponsert für diesen Verein im Jahr 2020 Werbefläche in jeder Ausgabe der Onlinezeitschrift FlashCigar.  Ich machte ein Interview mit Claudia Wiemer (Präsidentin).

Claudia Wiemer, Präsidentin. Foto: Volker Schäffner

Wieso soll der Zigarrengeniesser Mitglied werden und was hat er davon?

Die Möglichkeiten, Zigarren zu genießen – auch in Lounges, wo sich ausschließlich Zigarrengenießer aufhalten – werden immer weniger. Es gibt mittlerweile in vielen Ländern Verbote, die auch draußen gelten. In Paris ist es seit dem Sommer in vielen Parks verboten, teilweise muss man eine definierte Entfernung von Gebäuden einhalten. In den USA z.B. gibt es sogenannte Denunzianten-Hotlines, wo man Verstöße melden kann. Das hat schon etwas von George Orwells 1984.

In einigen Ländern ist auch das sogenannte „plain packaging“ bereits Realität. Das bedeutet, dass Zigarren in einheitlichen Verpackungen angeboten werden und eine Beratung in den Geschäften verboten ist. In Schaufenstern darf nichts ausgestellt werden. Die schöne Tradition der mit viel Kunstverstand kreierten Banderolen und Zigarrenkisten, was ja auch ein Großteil der Zigarrenkultur ausmacht, wird damit verschwinden.

Wir setzen uns dafür ein, dass die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit differenzierter ist und wir weiterhin unsere Rechte als Zigarrengenießer wahrnehmen können.

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Die Mitgliedschaft für Privatpersonen kostet EUR 25 pro Jahr und EUR 100 für eine Firmenmitgliedschaft. Also, ganz im Ernst: Da kommt doch kein Betrag zusammen, um politisch etwas zu bewirken?

Der Beitrag dient allein zur Deckung unserer Kosten für Marketing/Public Relations und Verwaltung des Vereins.

Ist es nicht vielmehr so, dass die Zigarrenindustrie mit sehr hohen Geldbeträgen aufwarten müsste, damit ihr professionell Lobby betreiben könntet? Und warum werdet ihr von der Zigarrenindustrie nicht finanziell unterstützt?

Cigar rights of America ist so organisiert. Wir sehen uns hier in Europa in erster Linie als basisdemokratische Interessengruppe von Konsumenten. Denn Politiker sind gewählte Volksvertreter, die primär für uns Bürger tätig sind und von uns Bürgern gewählt werden. Grundsätzlich suchen wir aber auf jeder Ebene nach tatkräftiger und nachhaltiger Unterstützung. Viele Importeure, Hersteller und Händler machen z. B. Werbung für uns bei Events etc. Wir hatten einen Promostand auf der diesjährigen Hausmesse bei Cigarworld Benden, wo Konsumenten aus ganz Europa zusammenkommen. Auch auf der Intertabak in Dortmund, der weltweit größten Zigarrenmesse, hatten wir Gelegenheit, uns mit einem Promostand zu präsentieren.

Sascha Stiwizyus (Kassierer), Claudia Wiemer (Präsidentin) und Gale Jankovic (Schriftführer)
Foto: Volker Schäffner

Welche Ziele wollt ihr erreichen?

Staatliche Verbote schränken unser Recht auf persönliche Freiheit ein, wo dies nicht notwendig ist. Es geht darum, sowohl in der Politik, als natürlich auch in der öffentlichen Wahrnehmung darzulegen, dass Zigarren ein reines Naturprodukt ohne Zusatzstoffe ist, das von Erwachsenen zum Genuss konsumiert wird und nicht aus Sucht oder Gewohnheit. Daher müssen Zigarren regulatorisch anders behandelt werden. Private Eigentümer von Fachgeschäften, Lounges oder ähnlichen Einrichtungen im Gastgewerbe sollten die Möglichkeit haben, ihre eigenen Regeln zum Genuss einer Zigarre selbst festzulegen.

Die Organisation wird in der Politik nicht ernst genommen. Bei den EU Wahlen gab’s nur 2 Antworten. Wieso betreibt ihr diesen Aufwand, obwohl mit den Geldmitteln kaum etwas erreicht werden kann?

Durch die Neustrukturierung des Vereins im Frühjahr, war der Zeitraum etwas zu limitiert, um nachhaltig die Politik anzusprechen. Außerdem war das primäre Ziel für 2019, möglichst viele Mitglieder zu gewinnen, um eine größere Stimme zu haben. In diesem kurzen Zeitraum konnten wir immerhin unsere Mitgliederanzahl um 25% erhöhen.

Bündnis 90 – Die Grünen, PDF | Bayernpartei, PDF

Jedes Land hat ihre eigenen Gesetze. Ihr habt kaum Ambassadoren. Wie wollt ihr pro Land einen super aktiven Ambassador finden?

Wir haben in fast jedem europäischen Land Ambassadore, die jedoch noch nicht alle über unsere Website verlinkt sind. Das wird zeitnah erfolgen. Bis dahin leiten wir natürlich die Anfragen entsprechend weiter.

Was macht ein Ambassador?

Jedes Land in Europa hat andere nationale Gesetze und Regularien, die wir als Vorstand nicht alle kennen und bewerten können. Daher die Idee, für jedes Land einen Ambassador zu benennen. Dieser steht als Ansprechpartner im direkten Kontakt mit den Mitgliedern und kann politisch differenzierter tätig sein. Aufgrund der spezifischen Anforderungen hat sich z. B. in Österreich Cigar Rights of Austria (www.croa.at) gegründet. Ein Verein, der unter unserem europäischen Dach tätig ist.

Wer kontrolliert, ob der Ambassador die Zielsetzung effizient umsetzt?

Wir als Vorstand stehen im direkten Austausch mit den Ambassadoren.

Wie viele Privatmitglieder und wie viele Firmenmitglieder habt ihr?

Die überwiegende Anzahl sind Privatmitgliedschaften.

Welche Aktivitäten sind im Jahr 2020 geplant?

Wir werden weiterhin möglichst viel in der Öffentlichkeit präsent sein, um immer wieder auf unser Anliegen aufmerksam zu machen. Geplant ist außerdem, noch mehr mit der Politik im Austausch zu sein.

Was möchtest du gerne den Zigarrengeniessern noch wichtiges sagen?

Wir müssen für unsere Rechte kämpfen! Wir sind verantwortungsvolle Bürger und Steuerzahler und möchten nicht in einer Gesellschaft leben, die von Verboten geprägt ist. Daher werdet Mitglied bei uns!

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