Caldwell Savages Corona Larga – Endlich hat jemand Eier!

„Lang und dünn“ ist nicht mehr gefragt. Es muss „dick und mittellang“ sein oder „dick und lang“. Die Rede ist von den Formaten von Zigarren. Der Trend hat irgendwann in den 1990er angefangen, als die Konsumenten nach Zigarren verlangten, die einfacher zu rauchen sind. Das kam auch den Herstellern gerade recht, denn die „dünnen und langen“ Zigarren sind schwer zu rollen. Jetzt kommen vereinzelte Hersteller wieder auf die „dünnen und langen“ Formate zurück. Warum? Sie können sich einerseits im riesigen Sortiment an Zigarren abheben. Anderseits „schreien“ die geübten Zigarrengeniesser wieder nach diesen äusserst eleganten und sehr aromatischen Zigarren.

Endlich hat jemand Eier!

Gemeint sind generell alle Hersteller, welche die „dünnen und langen“ Formate wieder herstellen. Ganz speziell ist allerdings CALDWELL gemeint. Dieser Typ hat so einen Schuss weg, dass man um diese Marke einfach nicht mehr drum herum kommt. Der ganze Marketingauftritt dieser Marke ist so speziell, dass man irgendwann auf den Geschmack kommt und diese Zigarren raucht. 

Hier ist die Corona Larga. Eine lange und dünne Zigarre mit einer herrlichen Aromavielfalt. Sie ist 152mm lang und 18mm im Durchmesser (Ring 46). Rauchdauer: 1,5 Std. – 2 Std.

Was? So lange für so ein dünnes „Ding“?

Dieses Format will korrekt geraucht werden. Da sind alle Zigarrenraucher, die „mit einer dicken Beule im Schritt“ einen auf „ich rauch dich weg, Laubrolle“ schon mal komplett ungefragt. Das grosskotzige Getue auf „dicke Formate“ ist hier einfach komplett uncool. Dieses wunderschöne, elegante und aromareiche Format braucht einen coolen Geniesser, der es versteht einer Zigarre Zeit beim Glimmen zu lassen. Ein Gentleman, oder eine Gentlewoman, die es verstehen total langsam zu rauchen; langsame Züge zu geniessen, nicht zu oft daran ziehen damit die Zigarre nicht zu heiss wird. Sonst ist der Geschmack dieses Formats sehr schnell ruiniert.

Gut Ding will Weile haben: Die Aromavielfalt der CALDWELL Savages Corona Larga

Genau so ist es richtig ausgedrückt. „Gut Ding will Weile haben.“ Perfekt. Damit ist fast alles gesagt. Fast. Denn jetzt willst du natürlich wissen, wie diese Zigarre schmeckt. Das ist wie immer Geschmackssache. Jeder entdeckt für sich seine Aromen. Ich kann dir daher ganz subjektiv von meinen Erlebnissen mit dieser Zigarre berichten.

Im Kaltduft erinnert es mich, als ob ich in einen Tabak Trockenschuppen hinein komme und die fast schon fermentierten Tabakblätter rieche. Es ist so ein ganz spezieller Duft: irgendwie „süsslich-säuerlich“… herrlich, einfach herrlich. 

Der Kaltzug ist fast nicht präsent, ich kann kaum etwas wahrnehmen. Aber dann, die ersten paar Minuten nach dem sehr langsamen Anzünden: Am Gaumen macht sich eine ganz sanfte Würze breit und auf der Zunge gibt’s reichlich „tiefen und dunklen“ Tabak zu schmecken. Und dann kommt’s: Der retronasale Genuss. Wow. Entlässt man etwa 3/4 des Rauches aus dem Mund, lässt man den Rest ganz langsam durch die Nase heraus: Sensationeller Geschmack nach viel Leder, etwas würzig und sanft säuerlich. Diese Kombination ist wirklich der Hammer.

Was ist „retronasal“?

Retronasaler Zigarrengenuss steigert den Geschmack. Was das ist und, warum es funktioniert und wie man das macht liest du bitte in der Onlineausgabe vom GenussBrief.

Klicke bitte auf das Foto unten und du erfährst alles über den retronasalen Genuss im GenussBrief:

Die erste Hälfte

Zartbitter / leicht würzig / etwas Säure / „tiefer und dunkler“ Tabakgeschmack. Retronasal: Viel Leder, etwas säuerlich und leicht würzig / Die Asche ist fest und stabil. Es gibt wenig Rauch. Es gibt etwas Schiefbrand. Er korrigiert sich meistens von selbst. Manchmal musste ich die Flamme zu Hilfe holen.

Achtung: Das kann eine Eigenschaft eines dünnen und langen Formates sein. Gut zu wissen, dass man NICHT kräftiger und öfter an der Zigarre ziehen darf. Sonst überhitzt sie und der Geschmack wäre ruiniert. Ganz gemütlich weiter paffen. Sich Zeit nehmen. Die Zigarre „atmen“ lassen. Herrlich. Einfach herrlich.

Die zweite Hälfte

Der Geschmack wird eindeutig intensiver. Viel intensiver. Mehr Zartbitter / etwas mehr Würze / die Säure bleibt gleicht wie in der ersten Hälfte / der Tabakgeschmack wird noch „tiefer und noch dunkler“ / Feste und stabile Asche / Der Schiefbrand kommt ab und zu und muss mit der Flamme korrigiert werden / Retronasal enorm viel Leder und jetzt auch Röstaromen nach glimmender Kohle / Absoluter Geschmacks-Himmel.

Zur Qualität

Ich habe zwei Exemplare verkostet. Beide waren hervorragend gerollt. Der Zugwiderstand war wie er sein muss. Der Aschekegel war in der Mitte – super Arbeit der Roller. Die Deckblätter waren wunderschön.

Danke für die Eier, CALDWELL

Genau. Der Typ ist mutig. Mut wird belohnt. Und jetzt hör auf hier auf Zigarren.Zone herum zu lungern! Kauf dir sofort ein 10er Kistchen von dieser Zigarre – hopp-hopp!

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Vasilij Ratej

Ich bin Herausgeber von ZigarrenZone. Ich bedanke mich für deine Zeit, die du in meinem Blog verbringst, das schätze ich sehr. Falls du Fragen / Kommentare hast: Frage / kommentiere, ich freue mich :)

Vasilij Ratej

2 Gedanken zu „Caldwell Savages Corona Larga – Endlich hat jemand Eier!

  • Marcel
    8. September 2018 um 8:13
    Permalink

    Moin moin, dein Beitrag macht echt Lust auf lange und dünne Zigarren, ich habe eine Oliva V in fast den selben Format(17.5×1.4) Dieses Format ist für mich pures neuland da ich sonst nur Toro oder robusto rauche. Daher werde ich doch glatt nachher mal die Oliva anzünden und testen. Danke vielmals für diesen tollen Beitrag. Allgemein gesehen machen deine Beiträge Lust auf mehr, mach weiter so.

    Antwort
    • Vasilij Ratej
      8. September 2018 um 8:59
      Permalink

      Ahoi Marcel 🙂 Danke! Oh, OLIVA V, die kenne ich nicht. Ich wünsche dir viel Spass damit. Und falls du Lust hast: Berichte doch darüber 🙂 Weiterhin viel Freude mit Zigarren.Zone, LG, Vasilij

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