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Liebe Zigarren.Zone-Freunde, Schluss mit dem Quatsch und wie man das Geniessen wieder erfahren sollte? Was hat denn das mit Zigarren zu tun? Es geht um das bewusste Erleben des Zigarrengenusses. Wir sind dazu kaum noch fähig. Wie bitte? Wir sind gestresster und unter Druck denn je. Nicht nur wird die Arbeit immer anspruchsvoller, sondern wir bürden uns zusätzlich noch mehr Druck auf mit dem „ständig erreichbar sein müssen“. Kein Wunder, wenn einem das Gehirn zu explodieren droht – es ist voll aufgeladen mit den „Bits“, „Bytes“ und durchflutet von WLAN-Strömungen. Wie sagte damals der TV-Moderator im Kultfilm „Network“: „Ihr könnt mich alle am Arsch lecken – ich lasse mir das nicht länger gefallen!“ Wir sollten darüber nachdenken bei einer guten Zigarre und einem schönen Getränk – ohne Handy.

HAVE A GOOD SMOKE 😁

Vasilij Ratej, Herausgeber ZigarrenZone

 

Wie der Stress begann

Ich bin ein „Online-Kind“. Als etwa im Jahr 1992 das Internet begann unser Leben zu bereichern war ich von Anfang an mit dabei. Ich fand diese Art der Technologie total spannend. Es ermöglichte den Menschen ganz anders zu kommunizieren. Damals war ich einer der ersten, der eine erfolgreiche Website für Verkäufer etablierte. Heute nennt man so etwas „Blog“. Einige Jahre später bekamen die Handys eine ganz neue Rolle: Mit dem Einzug des iPhones revolutionierte Apple die Technologie. Die Kommunikation unter den Menschen wurde einfacher. Einerseits ist das super und andererseits zeigt sich heute: Wir sind am Rande des Kollapses wegen der Informationsüberflutung. Da kommt eine gute Zigarre und ein schönes Getränk gerade recht. SCHLUSS MIT DEM STRESS!

 

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Wir sprechen immer weniger miteinander

Wir stopfen uns nicht nur mit zu viel Essen voll, sondern auch mit zu viel Kommunikation. Das Handy ist am Esstisch mit dabei und anstatt wir uns wie echte Menschen zu unterhalten, starren und tippen wir auf die Bildschirme unserer Handys. Da ist noch eine Nachricht, ui und das ist ein tolles Foto und ja: der Depp schreibt einfach Mist! Wir jagen sozusagen eine Nachricht nach der anderen. Aber die Wahrheit ist: Die Nachrichten jagen uns! Wir sind die Gejagten. Wir sind die Gehetzten.

 

Schnell und günstig

Schnell was essen und dazu aufs Handy schauen oder in die Glotze gucken. Schnell noch auf eine Message antworten und die Rchtschbung is gal – scheiss drauf – Hauptsache schnell weg geschrieben. Sollte heissen: …und die Rechtschreibung ist egal… Sogar der Sinn eines Satzes ist egal: „Zigarre mit Rum wo gnstig?“ GNSTIG? Meint der Schreiber damit: Wo kann ich Zigarre und Rum günstig einkaufen? Oder sucht er eine Lounge, wo er eine Zigarre und einen Rum günstig konsumieren kann? Egal – man muss mit der Zeit gehen. Eigentlich würde ich nur noch so schreiben wollen: „i sche na enr mögchk um schn zu komnz.“ Das bedeutet: „Ich suche nach einer Möglichkeit um schneller zu kommunizieren.“ Nein, nein, nein. Ich könnte nur noch schreien:

 

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Wir verkommen zu Maschinen und sind gestresster denn je

Zwei Freunde sitzen am Tisch. Schreibt einer eine Message: „Die Zigarre ist super!“ Antwortet der andere auch per Message: „Yep – finde ich auch.“ Hallo? Wir sind zu verdammten Maschinen verkommen! Bloss nicht mehr sprechen miteinander. Anstatt, dass uns die Technologie das Leben erleichtert, fühlen wir uns zusehends gestresster. Wir können ja gar nicht mehr abschalten! Das Gehirn rattert permanent weiter bis in den Schlaf und darüber hinaus in die Träume hinein!

 

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Schluss damit!

Ich habe die Schnauze voll davon. Ich mag nicht mehr. „Schmeiss den ganzen Krempel einfach raus“, sagte ich einmal zu meiner Frau. Damit meinte ich: In den eigenen vier Wänden das W-LAN, den Internetzugang, den Fernseher, das Radio – raus damit! Natürlich meinte ich das nicht im Ernst. Denn ich bin ja ein „Online-Kind“ – ich darf doch nicht nicht online sein! PENG! Und jetzt ist mein Gehirn explodiert. Ist dein Gehirn auch schon mal wegen Informationsüberflutung explodiert?

 

Vasilij, spinnst du? Was hat das mit Zigarren zu tun?

Alles. Wir setzen uns mit Freunden in eine Lounge und geniessen eine Zigarre. Jeder schaut auf sein Handy. Oder wir gehen mit Freunden essen und geniessen eine Zigarre dazu. Jeder schaut auf sein Handy. Ja, verdammt nochmal, das ist doch ein Scheiss-Verhalten. Warum bleibt dann nicht jeder einfach zu Hause? Weil: Wir Menschen sind soziale Wesen. Wir brauchen den Kontakt untereinander. Deshalb setzen wir uns zwar zusammen, aber doch jeder für sich in den Wänden seines Handys. Oder so: Wir geniessen eine Zigarre. Es werden Fotos gemacht – mit dem Handy – und sogleich in den Sozialen Medien veröffentlicht. Heiliger Bimbam!

Ab sofort gilt bei meinem Late Hour-Smoke mit 5 Cigar Aficionados: Beim Eintritt in die Lounge werden die Handys konfisziert und erst am Schluss des Smokes den Teilnehmern wieder abgegeben. Keine Fotos während des Smokes. Erst zum Schluss nach getanem Genuss 🙂

 

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Wir sind Internetsüchtig und wie man mit der Sucht umgehen könnte

Jeder Süchtige sagt: „Nein! Ich bin doch nicht süchtig! Und wenn ich will, kann ich sofort damit aufhören!“ Nur die wenigsten können das wirklich. Die meisten können das nicht. Man muss sich „entwöhnen“. Ich mache das so: Etwa alle drei Monate auferlege ich mir ein Internetfreies Wochenende. Kein Handy. Kein Tablet. Kein Comuter. Kein Internet. Nix davon. Die erste Stunde funktioniert hervorragend. In der dritten Stunde erwische ich mich dabei beim Gedanken: „Ich sollte mal die Messages durchgehen.“ Hoppla! So schnell hat die Sucht einen wieder erwischt. Nach etwa 8 Stunden bin ich schlecht gelaunt. Ich habe den Anschluss an die digitale Welt verloren. Heiliger Bimbam! Der zweite Tag: Ich habe einen fürchterlichen Kater. Nicht vom Alkohol, sondern von „dem sich abkapseln vom Internet“. Ich habe keine Ahnung, was da in den Sozialen Medien diskutiert wird. Am Abend dann die Erleichterung: Ich lebe noch! ICH LEBE NOCH!! Ich mache so eine Kur wirklich etwa alle drei Monate? Naja, sagen wir, ich mache das zwei mal pro Jahr…

 

Die Kunst im Hier und Jetzt zu leben

Was ich aber mache ist: Das Hier und Jetzt so oft es geht ganz bewusst wahrzunehmen und zu geniessen. Ich schalte das Handy aus – ich kann nicht erreicht werden. Ich zünde mir eine schöne Zigarre an und betrachte ganz bewusst die Flamme. Ich nehme ganz bewusst den Geruch der glimmenden Zigarre wahr. Ich nehme ganz bewusst den Geschmack wahr. Ich nippe am Getränk und nehme ganz bewusst dessen Geschmack war. Ich erfahre Ent-Spannung. Runterkommen. Weg mit der ganzen Kommunikation. Zumindest für diesen einen Augenblick beim Verkosten einer Zigarre. Dieser Augenblick dauert – je nach Format der Zigarre – zwischen 30 Minuten bis über 2 Stunden. Herrlich. Einfach herrlich. 😃

Schön zum lesen: Das ZEN des Zigarren-Genusses: 6 Wege zum Entspannen

 

Ende des bösen Beitrags – jetzt ist Ent-Spannung angesagt

Have agood Smoke 😄

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