Mehrfach Tasting Davidoff Chefs Edition 2018

Zigarren.Zone’s Mehrfach Tasting Davidoff Chefs Edition 2018 – ein herrliches Toro-Format.  Die Edition wird hier präsentiert > Die Zigarre sieht wunderschön aus – ein Genuss für’s Auge. Die beiden Anillas passen sehr gut zum Colorado farbigen Deckblatt. Diese hervorragende Kreation hat eine herrliche und fein nuancierte Balance. Sie braucht einen Geniesser, der sie ganz langsam verkostet und gänzlich ohne Hast und Eile. Nach einem leichten Essen ist die Entscheidung für diese Zigarre eine exzellente Wahl. Ich habe drei Exemplare an unterschiedlichen Tagen und zu unterschiedlichen Zeiten verkostet.

Die Zigarre trägt hervorragende Tabake in sich:

Die erste Hälfte

Davidoff beschreibt die Geschmacksvielfalt so:

Lakritze kann ich nicht im Geschmack entdecken. Allerdings den Pfeffer. Er ist von Anfang an sofort präsent. Allerdings sehr angenehm dezent. Er macht sich auf der Zunge und am Gaumen leicht bemerkbar und vermischt sich sehr harmonisch mit Holz- und Ledernuancen. Wie Szechuan-Pfeffer wirklich schmeckt weiss ich nicht. Meine Zunge spürte was und mein Gehirn sagte mir: „Pfeffer!“ 😀 Retronasal ist sie in der Tat wundervoll ausbalanciert: Eine gute Portion Pfeffer und im Hintergrund eine sehr gut „spürbare“ Nuance nach Röstaromen von brennendem Holz (das man von weitem riecht). Herrlich – einfach herrlich. Bei allen drei getesteten Exemplaren gab es Schiefbrand den ich mit der Flamme korrigieren musste. 

Die erste Hälfte liegt in der Stärke bei 2-3/5.

Die Asche ist fest. Sie fällt nach etwa 2 cm ab, etwas Vorsicht ist geboten. Das Brandende hat in der Mitte nicht mehr geglüht und ich musste die Zigarre im Verlauf des Smokes vorsichtig zwei Mal nachfeuern. So verhindert man einen Kraterbrand. Das zweimalige Nachfeuern ist nichts Dramatisches. Möglicherweise braucht die Zigarre noch ein paar Wochen Akklimatisierung. Ich habe sie nach Erhalt rund zwei Wochen im Humidor akklimatisiert. Sie ist nach dem Kauf natürlich sofort zum Verkosten geeignet.

Was ist „retronasal“?

Retronasaler Zigarrengenuss steigert den Geschmack. Was das ist und, warum es funktioniert und wie man das macht liest du bitte in der Onlineausgabe vom GenussBrief.

Die zweite Hälfte

Die Zigarre entwickelt sich. Das mag ich. Der Pfeffer wird eine Spur stärker und „tiefe“ Zartbitter-Nuancen vermischen sich mit einer sehr leichten Süsse. Die Süsse bemerkte ich zum ersten Mal als das Brandende knapp vor der unteren Anilla angekommen ist. Die „Süsse“ erinnerte mich an dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil (über 90%). Eine herrliche Balance die mir ausgezeichnet gemundet hat. Retronasal ist interessanterweise der Pfeffer nicht mehr so präsent wie auf der Zunge und am Gaumen. Im Mundraum nimmt der Pfeffer eine schöne Position ein – es prickelt den ganzen Smoke über.

Die Balance ist ausgesprochen schön. Diese Zigarre verdient einen sehr langsamen Genuss-Verkoster – haha – was für eine Wortprägung. „Genuss-Verkoster“. Die Balance ist so fein ausgeprägt, dass beim zu schnellen Rauchen die herrlichen Geschmacksnuancen verloren gehen. Eine Zigarre, die es verdient fast zwei Stunden gemütlich genossen zu werden.

Die zweite Hälfte liegt in der Stärke bei 2-3/5, also unverändert.

Kurz vor Erreichen der oberen Anilla wurde die Asche flockiger. Ich musste aufpassen, dass sie nicht von alleine abfiel.

Tipps für den Genuss der Davidoff Chefs Edition 2018

Um in den vollen Genuss dieser aussergewöhnlichen Kreation zu kommen, empfehle ich folgendes: Zuvor sollte man nicht zu deftig gegessen haben. Es kann passieren, dass deftige und stark gewürzte Speisen die feinen und überaus herrlichen Geschmacksnuancen die Zigarre überdecken. Das erste Exemplar habe ich um 09.30 Uhr nach einem leichten Frühstück verkostet: Eine schöne Müsli-Mischung mit Milch, dazu einen Apfel und einen Kaffee. Ich bemerkte mit der Zeit einen etwas zu hohen Nikotinanteil und er hätte nicht stärker werden dürfen. Mein Frühstück hätte etwas stärker ausfallen dürfen.

Das zweite Exemplar verkostete ich an einem anderen Tag um 14 Uhr nach einem „normalen“ Mittagessen. Kalbs-Steak gegrillt mit Gemüse und Pommes. Es war schön abgeschmeckt und überhaupt nicht deftig. Als Getränk wählte ich eine Cola. Das Nikotin bemerkte ich bei diesem Exemplar der Zigarre überhaupt nicht.

Das dritte Exemplar verkostete ich um 20 Uhr nach einem Hirsch-Steak mit Rotkraut, Rosenkohl und Spätzle. Die Sosse war recht würzig und super-lecker. Als Getränk wählte ich etwas Rotwein (ich weiss nicht mehr welchen). Die Zigarre, etwa eine halbe Stunde nach dem Diner, schmeckte mir linear von Anfang bis zum Schluss. Die feinen Nuancen habe ich nicht so ausgeprägt wahrnehmen können wie bei den anderen beiden Exemplaren. Sie schmeckte mir zwar, aber ich vermisste die schöne Balance aus den beiden anderen Exemplaren.

Das ist kein Fehler der Zigarre.

Natürlich machen sich solche Unterschiede bei jedem Geniesser anders bemerkbar. Da fällt mir ein: Ich sollte mal ein Sensorik-Seminar besuchen.

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Vasilij Ratej

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