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Liebe ZigarrenZone-Freunde, der bekannte Zigarrenspezialist und Cuba-Kenner Manuel Fröhlich besitzt einen Schatz. Dieser Schatz reift in Zürich bei MANUEL’S hinter dicken Mauern. Hier herrschen perfekte und konstante klimatische Bedingungen: 18 Grad Celsius bei 65% relativer Feuchte. Wir sprechen von kubanischen Vintage-Zigarren und kubanischen Zigarren-Raritäten. Teile dieses Schatzes kann man bereits heute kaufen.

HAVE A GOOD SMOKE 😁

Vasilij Ratej, Herausgeber ZigarrenZone

 

Fotos bei MANUEL’S: David Avolio

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„Zigarren-Auktionen sind spannend, aber haben oft einen Haken“, sagt Manuel Fröhlich, der Inhaber des MANUEL’S. „Der Käufer kennt die Herkunft der Zigarren nicht. Wo wurde sie zuerst gekauft? Und vorallem: Was haben sie in all den Jahren erlebt, wie wurden sie gelagert. Wir bei MANUEL’S finden diese Frage sehr wichtig. Deshalb legen wir alles, was wir über die Herkunft einer Kiste wissen, offen und vermerken alle Details in einem Zertifikat, das wir jeder Aging-Kiste beilegen. Im Idealfall wurden Zigarren über den offiziellen Habanos-Importeur bezogen und danach direkt in unserem Aging-Humidor eingelagert. Das ist gewissermassen die perfekte „Provenienz“.“ Das MANUEL’S, Café mit Cuba-Flair im Erdgeschoss und der Smokers Lounge im 1. Stock mit den besten Zigarren und dem begehbaren Humidor ist DIE angesagte Location in Zürich. Für Hippster? Für Millionäre? Für Menschen wie dich und mich? „Bei uns sind alle willkommen, die den Genuss zelebrieren. Es gibt keine Berührungsängste. Eine schöne Zigarre verbindet die Menschen. Das ist faszinierend und einfach schön.“

Manuel Fröhlich und ich sitzen in der Smokers Lounge. Vor uns auf dem Tisch stehen zwei Flaschen Rums: Havana Club Tributo 2016 und 2017. Er öffnet ein Cabinet-Kistchen H.Upmann Limitada 2005 (Magnum 50, Double Robusto). Während des Anzündens frage ich ihn: „Kannst du ein paar Beispiele nennen, was sich in deinem Schatzraum befindet?“ Er reicht mir zunächst eine vollstände Inventarliste. „For your eyes only, bitte nicht veröffentlichen.“ Ehrensache. „Um dir ein paar der Highlights zu nennen,“ beginnt er und nippt am Glas vom Tributo 2017. „Der berühmte Trinidad Farmhouse Humidor aus dem Jahr 2001 enthält 20 Zigarren. (Hinweis d.Red.: Das „Farmhouse“ kam im Verlauf des Jahres 2002 auf den Markt). Er wurde nur 100 Mal gefertigt. Er enthält 10 Zigarren im Format Double Robustos (Robustos Especiales) und 10 Zigarren im Format Lonsdale (Laguito Especial No. 1).“

 

Der Ur-Instinkt des Menschen ist tief im Unterbewusstsein gespeichert: Das Sammeln

„Ein paar der Raritäten darfst du gerne in deiner Reportage nennen“, sagt Manuel. Das lasse ich mir nicht zwei Mal sagen. Auf der umfangreichen Liste sind unter anderem enthalten: Der 510 Aniversario Humidor de Habanos, Jahrgang 2003, 510 Stk. wurden gefertigt. Verkaufspreis: Rund CHF 30’000.-. Und für rund CHF 22’000.- gibt’s den Vegas Robaina 83rd Aniversario Humidor – handsigniert von Don Alejandro Robaina. Aber auch günstigere Zigarren warten im Schatzraum auf einen neuen Genuss-Besitzer: Die Cohiba Reserva Collection 2003 kann für rund CHF 3000.- gekauft werden. Oder die Cuaba Diademas in der 5er Einheit aus dem Jahr 2005 gibt es für rund CHF 650.-.

Ich frage mich, was Menschen antreibt solche Raritäten zu kaufen? Es ist der Ur-Instinkt des Menschen, tief vergraben in unserem Unterbewusstsein: Das Sammeln. Und, um in die Moderne zu kommen, ist es beim einen oder anderen auch ein Statussymbol. Es gibt ja so unterschiedliche Motivationen. Meine Motivation zum Beispiel ist die Freude eine Vintage Zigarre zu verkosten. Herauszufinden, welche Geschmacksnuancen hat sie noch nach 50 Jahren? Oder ist sie ganz schlicht und einfach tot?

Bei Manuel Fröhlich ist es auch eine geschäftliche Motivation, die ihn antreibt. Vor dem Business kommt aber etwas anderes bei ihm. Es ist seine Passion für kubanische Zigarren Raritäten; das pure Vergnügen, dem Genuss zu frönen; die Faszination etwas in Händen zu halten, das vor 10, 20, 60 Jahren komplett von Hand hergestellt wurde.

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Kein Zigarrengeschäft bietet ein solches Konzept an

„Unsere ursprüngliche Idee war es, junge Zigarren in grösseren Mengen einzukaufen und für mindestens 8 Jahre einzulagern. Natürlich limitierte Havannas, aber auch beliebte Formate wie zum Beispiel die Partagas D4, die Cohiba Siglo VI oder die Montecristo No.2,“ sagt Manuel Fröhlich und nippt am Havana Club Tributo 2017. Er ist still und geniesst den Rum. Eine Minute später nimmt er einen bedächtigen Zug an der H.Upmann Limitada 2005. „So ein schönes Erlebnis,“ sinniert er und blickt dem Zigarrenrauch hinterher. „In einigen Jahren werden wir in der Lage sein, unseren Kunden Partagas Serie D No. 4 und viele andere Formate aus acht verschiedenen Jahrgängen anzubieten. Das gibt es wahrscheinlich nirgendwo sonst.“ Er zieht erneut an der Limitada. „Der Kunde kann auf diese Weise die Unterschiede zwischen Jahrgängen erleben.“

„Aber,“ sagt er unvermittelt, „wie gesagt, das war die ursprüngliche Idee. Das ist jetzt die erste Säule. Die zweite Säule unserer Aging-Abteilung ist der An- und Verkauf von Vintage- und Zigarren-Raritäten. Wir kaufen ganze Sammlungen auf.“ Ich merke, dass er etwas unruhig wird. Er sagt: „Lass uns in den Keller gehen, ich möchte dir gerne etwas zeigen.“ Wir stehen auf und gehen aus der Smokers Lounge im 1. Stock die Treppe hinunter. Wir durchqueren im Erdgeschoss das Café welches ganz und gar nach Cuba anmutet. Kaffeesäcke und Fässer stehen herum, ein paar Tische und Stühle für die Gäste und viel Espresso Packungen erfreuen die Kunden. Auch Rums in allen Varianten sowie Espressomaschinen der Marke BEZZERA stehen zum Verkauf. Wir steigen eine weitere Treppe hinab und durchqueren im Keller ein kleines Lager. Manuel öffnet zwischen Regalen eine unscheinbare Türe. Wir treten in den Raum ein und mir wird bewusst: Wir sind im Schatzraum angekommen.

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Der Schatzraum und die Kundenfächer

Hinter massiven und schönen Holzgestellen und hinter Gittern sind die Vintage Zigarren und Raritäten sicher verstaut. Ein kleiner Raum ist es, perfekt und intelligent eingerichtet. Rechts sind die Gestelle mit der Verkaufsware. Die Gestelle stehen auf Schienen. Man kann die Gestelle verschieben, so dass man an die dahinter liegenden Gestelle kommt. Links sind die Kundenfächer. Jedes Fach kann zwischen 30 – 50 Kistchen beherbergen. Der Kunde lagert hier seine Schätze ein, bei optimalen Bedingungen.

„Das ist nicht für den kurzfristigen Verbrauch gedacht“, erklärt Manuel. „Die Kunden deponieren hier ihre Zigarren für die Langzeitlagerung.“ Pro Jahr lässt sich das MANUEL’S diesen Service pro Fach zum fairen Preis von CHF 450.- bezahlen. Und die Lagerbedingungen sind optimal: 18 Grad bei 65% relativer Feuchte – konstant. 24 Stunden pro Tag. Tagein, tagaus.

 

Die Gittergestelle werden geöffnet und die Augen funkeln: Nicht nur meine, sondern auch die von Manuel

Manuel Fröhlich öffnet zwei der Gittergestelle. Er nimmt den berühmten Trinidad Farmhouse Humidor in seine Hände. Der Humidor enthält 20 Zigarren und stammt aus dem Jahr 2001. (Hinweis d.Red.: Das „Farmhouse“ kam im Verlauf des Jahres 2002 auf den Markt). Seine Augen flackern auf, als er den Deckel öffnet und die Zigarren erblickt. In seinem Gesicht erkennt man ein Lächeln. Wie bei einem Jungen, der seine Lieblingssüssigkeit seit vielen Jahren wieder erblickt. Ich lächle ebenfalls und ich bin sicher, dass auch meine Augen funkeln. Solche Raritäten kannte ich bisher von Fotos. So etwas einmal live mit den eigenen Augen zu sehen ist etwas ganz Besonderes.

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Er zeigt noch ein paar andere Kostbarkeiten. 2 Kistchen Cohiba Behike 56 aus dem Jahr 2013 für rund CHF 1’200.- pro 10er-Kistchen. Oder eine auf 3000 Kisten limitierte Bolivar Double Coronas aus dem Jahr 2007 für rund CHF 1’200.- das 25er Kistchen. „Ok,“ sage ich, „ich muss hier raus, mein Bluthochdruck spinnt…“, mit einem Augenzwinkern mache ich mich auf den Weg zur Türe. Manuel lacht spitzbübisch. Er räumt alles fein säuberlich wieder ein und wir gehen wieder in die Smokers Lounge in den 1. Stock. Dort geniessen wir erneut die H.Upmann Limitada 2005 und die Rums.

 

Die Kauf-Quellen der Raritäten und die Verifizierung

„Wo kriegst du diese Raritäten her?“ frage ich ihn. Erneut entlässt er den Zigarrenrauch aus dem Mund. „Es spricht sich herum. Wir bekommen Angebote. Für uns sind vor allem grössere Sammlungen interessant.“ Ich nippe am hervorragenden Havana Club Tribute 2016. „Wie stellt ihr sicher, dass es sich um Originalware handelt?“ Er hat meine Frage erwartet, denn er schmunzelt und antwortet: „Das ist wirklich eine wichtige Frage. Kaufen wir Zigarren aus einer Privatsammlung, wird jede Kiste geprüft. Hier hilft uns unsere Erfahrung. Nicht selten lagern Kunden ihre Kisten auch in Kundenfächern von Händlern. Wenn die perfekte Lagerung belegbar ist, steigt der Wert der Zigarren.“

„Was ist mit Auktionshäusern? Das bekannteste mit Sitz in London führt mehrmals jährlich Onlineauktionen durch. Ich hatte dort ein 10er Kistchen Henry Clay Zigarren von vor 1960 ersteigert. Man konnte nicht nachweisen, woher die Zigarren wirklich stammten.“ „Genau“, fährt Manuel fort, „es ist nirgends dokumentiert. Je älter Zigarren sind, desto schwieriger wird es natürlich, die Herkunft zu belegen. Wenn wir nicht ganz sicher sind, dass die Zigarren echt sind und die Datierung stimmt, verkaufen wir sie nicht.“

Das kann ich bestätigen. Ich wollte vor einigen Monaten eine Montecristo kaufen – etwa aus dem Jahr 1970. Da Manuel aber den genauen Weg nicht deklarieren konnte, hat er sie mir nicht verkauft. Erst wenn für ihn der Weg geklärt ist, gibt er die Rarität zum Verkauf frei. „Wir legen bei jedem Kauf ein Zertifikat bei. Unser Siegel wird über die Ränder der Kiste geklebt, sobald sie verkauft wurde.“

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Wie die Qualität geprüft wird

„Wie kontrollierst du die Qualität? Also die Güte der Kistchen, Zigarren und Sonderhumidore?“ frage ich ihn und stelle gerade fest, dass mir der Rum 2017 noch besser schmeckt als der 2016. „Wir prüfen alles: Jede Kiste, jede einzelne Zigarre, jeden Sonderhumidor“, erklärt Manuel. „Schäden mindern den Preis. Der optische Zustand einer Zigarre verrät viel über ihre Geschichte, aber nicht alles. Deshalb sind zusätzliche Informationen über die Herkunft wichtig. Was für uns auch selbstverständlich ist: Alle Neuzugänge werden noch einmal eingefroren, um etwaige Kontamination auszuschliessen.“

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Warum das alles überhaupt?

Als im Jahr 2003 die Enzyklopädie der postrevolutionären Havanna-Cigarren von Ron Min Nee auf den Markt kam, änderte sich vieles. Es war das erste Mal, dass ein breites Bewusstsein für die Thematik der Langzeitlagerung geschaffen wurde. Die Langzeitlagerung wurde stets an den Kunden delegiert. Für Langzeitlagerung braucht es Fachwissen und konstante klimatische Bedingungen. MANUEL’S kann verifizierte Vintage Zigarren und Raritäten anbieten. Der Kunde kann somit auf alte Zigarren zurück greifen, sie sammeln oder dem Genuss eines Smokes zuführen. Manuels Passion für diese schönen Dinge hat ihn auf diesen Weg geführt.

Foto unten: Der begehbare Humidor bei MANUEL’S

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Wie funktioniert der Versand?

Ich möchte wissen, wie er das mit dem Versand regelt. Wie funktioniert das für das Ausland? „Das machen wir nur in Ausnahmefällen“, erklärt Manuel. „Der Versand ins Ausland ist extrem heikel. Da spielen je nach Land unterschiedliche Gesetzgebungen eine Rolle. Nach Österreich zum Beispiel ist der Versand von Tabak gesetzlich verboten. In gewissen Ländern braucht es Import-Lizenzen. Wichtiger ist jedoch etwas anderes: Vintage-Zigarren sind immer Unikate. Am liebsten ist es mir, wenn der Käufer die Raritäten hier bei mir vor Ort in Augenschein nimmt. Mir ist wichtig, dass er ein gutes Gefühl hat und sich beim Kauf wohl fühlt. Solche alten Zigarren und Kistchen haben manchmal hier und da kleine Beschädigungen – das ist völlig normal. Hier vor Ort kann man sich das alles in Ruhe ansehen und der Kunde weiss, was er kauft. Die meisten Kunden nehmen die Raritäten gleich mit. Andere Kunden möchten, dass ich es verschicke. Das tun wir innerhalb der Schweiz und Liechtenstein. In Ausnahmefällen versenden wir auch ins Ausland. Hier müssen wir Risiken und die Wünsche der Kunden gegeneinander abwägen. Manchmal geht es gar nicht ohne Versand: Humidore sind in der Regel zu gross, um sie persönlich zu transportieren.“

Foto unten: Manuel Fröhlich (links) und Vasilij Ratej geniessen die Rums und die Zigarre bei einem anregenden Gespräch.

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Die Zigarre und der Rum neigen sich dem Ende zu

Gut hat es geschmeckt. Die Zigarre war traumhaft und die Rums auch. Ich konnte nicht anders und habe mir die beiden Jahrgänge gekauft. Manuel stellte mir nicht nur seine Zeit zur Verfügung, sondern schenkte mir auch ein paar Zigarren zur Verkostung. „Du bist Zigarrenblogger, Vasilij, du brauchst Futter zum Schreiben. Bist du eigentlich bestechlich?“ fragt er mich unverblümt. „Natürlich“, antworte ich und wir beide lachen mit dem Wissen, wo der Scherz beginnt und wo er aufhört. MANUEL’S Passion für Raritäten, sein Fachwissen und sein trockener Humor machen ihn sympathisch. Ich habe den Besuch sehr genossen.

Kontakt zu MANUEL’S

MANUEL’S
Inhaber Manuel Fröhlich
Löwenstrasse 12
CH – 8001 Zürich
Telefon +41 (0)44 545 21 40

www.manuels.ch

Onlineshop:
http://www.premium-cigars.ch