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Liebe Zigarren.Zone Freunde, Glen Case ist Markeneigner von KRISTOFF. Aber diesen Ausdruck „Markeneigner“ mag ich nicht wenn es um Glen Case geht. Lieber sage ich: Glen Case ist das Markenherz von KRISTOFF. In seinem ersten Zigarren.Zone-Interview merkt man aus jeder seiner Zeilen, dass er mir vollem Herzblut für und durch seine Zigarren lebt. Ich habe das Gefühl, dass er jedes einzelne Tabakblatt selbst erntet, liebevoll selber fermentiert (auch jedes einzelne Tabakblatt), danach die Sortierung vornimmt (natürlich auch er alleine), die Zigarren alle selber rollt und sie zum Schluss auch jede einzelne ganz alleine verpackt.

Seinen lukrativen Job als Banker hat er hingeschmissen und wechselte vor Jahren in die Welt der Zigarren.

Seine Zigarren werden nach der schwierigsten Methode gerollt. Im Zigarren.Zone Interview weiht er uns einbisschen in diese Methode ein. Die Marke „Kristoff“ ist in Deutschland sehr bekannt und seit Herbst 2016 endlich auch in der Schweiz präsent. Importiert werden die Zigarren in der Schweiz von Schwizer Trade.

Heissen wir Glen Case herzlich Willkommen in seinem ersten Zigarren.Zone Interview 🙂

Vasilij Ratej

Herausgeber, Zigarren.Zone

Glen Case, was lieben Sie an Ihrer Marke KRISTOFF?

Bei meinen Zigarren dreht sich alles um Aromenvielfalt und Cremigkeit ohne Bitterkeit – danach suche ich meine Tabake und Blends aus. Wir fermentieren unsere Tabake 2-3 mal nach, um genau dahin zu kommen.

An meinen Zigarren mag ich die  „rustique elegance“, ihre bodenständige Eleganz, sehr. Alle meine Zigarren tragen meine „Unterschrift“- Wir rollen sie mit Pigtail am Kopf und ungeschnittenem Fuß – das ist unser Markenzeichen – in einer Technik, die „Entubar“ oder auch „Entubado“ genannt wird. Bei dieser Rolltechnik werden die Einlageblätter einzeln gerollt, fast wie kleine Schriftrollen, nicht gefaltet, dann zusammengesetzt und vom Umblatt umrollt. Durch diese Methode erhalten wir eine feste, schwere Zigarre voller Tabak, die dennoch ein perfektes Zugverhalten aufweist und durch die vielen Luftkanäle das Aromenspiel am Gaumen verfeinert. Die Entubado-Methode ist die schwierigste und komplexeste Art, eine Zigarre zu rollen und wird daher nur selten eingesetzt.

Meine Marke ist nach meinem Sohn Christopher benannt, ein weiterer Grund, weshalb ich sie so sehr liebe. Die Brittania-Serie habe ich nach meiner Tochter Brittany benannt. Und wir haben unsere eigenen, besonderen Formatgrößen kreiert.

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Wie finden Sie heraus, was bei den Kunden gerade „in“ ist?

Natürlich spricht sich herum, welche Zigarren gerade angesagt sind. Ich rauche mich dann durch diese Zigarren und versuche, das Geheimnis zu ergründen. Was macht die Beliebtheit dieser Zigarre aus? Ist es der pfeffrige Geschmack, die Größe, das Ringmaß? Ich mache mir das zu Eigen und blende dann eine Zigarre, die meiner eigenen Idee vom Geschmacksprofil entspricht. Für mich muss eine Zigarre, die meinen Namen trägt, eine gewisse süße Balance aufweisen. Dann ist die Qualität entscheidend: jede einzelne Zigarre wird bei uns auf ihr Zugverhalten getestet. 

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Vermissen Sie das Bankier-Leben?

Ich habe 19 Jahre dort gearbeitet und schon während der ganzen Zeit Zigarren geliebt. Irgendwann war ich von der Bürokratie genervt. Eines Tages kam ich nach Hause und sagte meiner Frau, dass ich gekündigt hatte – sie dachte, ich sei verrückt geworden. Zunächst habe ich dann als Broker, sprich Vertreter, für andere Zigarrenhersteller gearbeitet und dann habe beschlossen: Das versuche ich jetzt alleine.

Gibt es eine lustige / interessante Story, die Sie mit den Zigarren.Zone Lesern gerne teilen möchten?

Da gibt es so einige…. Aber eine besonders wichtige…

Als ich meine Zigarrenfirma gründete, war mein Sohn 10. Als er 13 war fragte er mich, wie man so etwas Komisches rauchen könne. Als er 15 war, hat er gefragt, ob er mal an meiner Zigarre ziehen dürfe. Wir saßen zusammen und zunächst war es mir nicht ganz wohl, weil er eigentlich noch zu jung war. Ich ließ ihn an meiner Zigarre ziehen und er beschrieb sogleich das, was diese Zigarre für mich ausmachte: ihre Kaffee- und Kakao-Aromen, ein wenig Pfeffer… nach 10 Minuten sagte ich zu ihm: „Hey, gib mir meine Zigarre zurück!“ Er fragte mich noch, ob er noch einmal eine rauchen dürfe. Das ist zu etwas geworden, was wir teilen. Unseren besonderen Zigarren-Moment. Wenn er jetzt seine Mutter ansieht – er ist inzwischen 21 Jahre alt – und zu ihr sagt: „Hey Mum, it’s guy-time! – Hallo Mama, es ist Jungs-Zeit –“, dann weiß meine Frau, dass sie gehen muss. Dass wir diesen besonderen Moment miteinander teilen und dabei Männer-Themen besprechen. Und ich weiß dann genau, dass er über etwas sehr Wichtiges mit mir sprechen muss.

Das gemeinsame Zigarrenrauchen hat uns sehr eng zusammengebracht. Heute ist mein Sohn einer der wichtigsten Key-Taster neuer Blends.

Glen Case, herzlichen Dank für Ihre Zeit, das schätzen wir alle sehr 🙂