EILMELDUNG: Nicaragua steht kurz vor dem Bürgerkrieg

In der Weltpresse spielen sich offenbar nur ein paar wenige Themen ab. Nicaragua interessiert niemanden. Zigarren.Zone möchte deine Aufmerksamkeit auf Nicaragua lenken. Denn dort spielt sich gerade eine Tragödie zu.

Unterschiedlichen Quellen zufolge spitzt sich die politische Lage in Nicaragua weiter zu. Die öffentliche Ordnung ist sehr stark beeinträchtigt. Ein Tabaklieferant wurde in der Nacht angehalten und unter Waffenbedrohung gezwungen das Fahrzeug zu verlassen. Er durchbrach danach drei Strassensperren.

Es wird von derzeit über 200 Toten im ganzen Land gesprochen. Es ist von Strassensperren in Esteli die Rede, aber auch in anderen Teilen des Landes. Die Grenzen sind teilweise geschlossen, teilweise offen.

Neben den menschlichen Tragödien, die sich hier abspielen, ist natürlich auch die Wirtschaft der gesamten Region davon betroffen. Auch die Tabakindustrie. Tabake und Zigarren können derzeit nur mühsam und unter grossem persönlichen Risiko durch das Land zum Flughafen transportiert werden.

Feedbacks von Zigarren.Zone-Quellen

Nachfolgend alles mit Erlaubnis zur Veröffentlichung auf Zigarren.Zone.

Annette Meisl von La Galana berichtet über die Lage per Sprachnachricht in WhatsUp. Sie hat die diversen Medienberichte recherchiert und in Nicaragua ihren Kontakten geschrieben. 

Ein Hotelbesitzer aus Esteli schrieb ihr: „Wir stehen kurz vor einem Bürgerkrieg. Die Paramilitärs attackieren die Zivilbevölkerung. Die Mobilität innerhalb des Landes ist sehr begrenzt oder fast bei Null. In manchen Städten gibt es schon zu wenig zu Essen. Es ist gefährlich in der Stadt herum zu laufen. Das Ziel ist, die Regierung abzusetzen, weil diese Regierung die Menschen tötet. Wir werden bis zur letzten Konsequenz kämpfen. Wir hoffen, dass der Präsident und seine Verbündeten zurücktreten. 80% der Bevölkerung ist einverstanden mit einem Wechsel und vorgezogenen Wahlen, damit das Land in eine Demokratie kommen kann und weg von der Diktatur. Es gab zu viel Missbrauch und Korruption.“

Hier zwei Sprachnachrichten von Annette Meisl:

Raymondo Bernasconi von The Royal Cigar Company hat mir per WhatsUp am Sonntag, 10.06.18 folgendes geschickt:

„Nach meinen Infos beschränken sich die Unruhen auf & um Managua. Esteli ist noch relativ ruhig, es kam zu ein paar wenigen Scharmützenl. Es sind jedoch 100-200 LKW‘s aus Cost Rica & Honduras blockiert & es stehen viele Container mit Tabaken aus Honduras an der Grenze zu Nicaragua fest. Die Grenze wird immer wieder geschlossen. Diese Container müssen gegen Diebe geschützt werden. Es herrscht eine grosse Nervosität. Auch der Export ist stark betroffen, da der Grossteil der Ware über Managua das Land verlässt. Es kommt daher zu Verzögerungen von bis zu 3-4 Wochen. Gemäss Telefonat von soeben wurde mir mitgeteilt, dass die Regierung zu Zeit verhandelt & man positiver Dinge harrt, dass sich die Situation in den kommenden Tage normalisieren könnte.“
 
Thomas Portmann von Urs Portmann Tabakwaren AG sagte mir:
 
„Bei MOMBACHO Cigars wurde bestätigt, dass der Export in die Schweiz derzeit etwa 3 Wochen dauern könnte.“
 
 
 
 
Zu empfehlen ist der Timeline von Claudio Sgroi auf Facebook zu folgen. Er ist Präsident und Master blender bei Mombacho Cigars. Die Manufaktur hat ihren Mitarbeitern ermöglicht, dass sie in der Manufaktur übernachten können und ihnen Lebensmittel zur Verfügung gestellt.
 

Thomas Müller von Les Privatiers sagt:

„Wir alle hoffen dass in Nicaragua schnellst möglich politische Stabilität einkehrt. Unsere Nicaragua Serie ist recht frisch auf dem Markt und wir hatten uns ausreichend bevorratet, so dass wir geschätzt bis Ende des Jahres alle Kunden zufrieden stellen können.

Nichts desto Trotz beobachten wir natürlich die Lage in Nicaragua.“

 

Weitere Fakten und Berichte

Es ist die Rede, dass die Lieferzeiten von Zigarren nach Europa derzeit 3-4 Wochen betragen können. Nicht auszudenken, was passiert, wenn Nicaragua zusammenbricht.

Weiteren Quellen zufolge warten die Tabakproduzenten derzeit noch ab, ob es Präsidenten Ortega gelingt mit Verhandlungen die Ruhe wieder herzustellen.

Ein Einwohner konnte in Nicaragua folgenden Text auf Facebook unter dem Hashtag #ReinventandoEsteli absetzen. Unter dem Hashtag #nicaragua kann man auf Facebook Video- und Textbeiträge finden, die von TV-Sendern und von Privatpersonen veröffentlicht wurden. Ein Artikel von Spiegel.de erzählt von einer Lehrerin wie sie Nicaragua verlassen musste. Das Schweizerische auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Nicaragua. Amerika21.de berichtet hier über die derzeitigen Verhältnisse. Wer des Englischen mächtig ist, dem ist dieser Artikel von thedailybeast.com zu empfehlen

Hast du Kontakt nach Nicaragua?

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Vasilij Ratej

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