Die Vernichtung der Tabakindustrie Teil 4 mit Statement von Heinrich Villiger. Es folgt unten nach den Fotos.

Zunächst eine Zusammenfassung: Um was geht es?

Das neue Tabakgesetz wird zu Betriebsschliessungen von Zigarrenproduzenten in Deutschland führen – und möglicherweise auch in der gesamten EU. Das neue Tabakgesetz etabliert ein komplettes Werbeverbot auch für Zigarren. Das neue Tabakgesetz wird weniger Auswahl an Zigarren nach sich ziehen, weil die Hersteller die im Gesetz vorgesehenen Änderungen nicht erfüllen können. Das heisst: Weniger Auswahl an Zigarren, weniger Umsatz, Entlassungen und Schliessungen von Betrieben. „Worst Case“ Szenario.

Um alle Details zu verstehen, schlage ich vor, dass du Teil 2 in Ruhe liest. Dort wird ein internes Dokument aus der Tabakwirtschaft vorgestellt. Zigarren.Zone wurde es zugespielt unter der Voraussetzung, dass die Quelle geschützt und der Wortlaut sinngemäss veröffentlicht wird. Im Teil 2 kommt Peter Heinrichs zu Wort, der die Sachlage etwas optimistischer sieht. Es lohnt sich also, den Teil 2 in Ruhe zu lesen, und nicht bloss zu überfliegen.

Z.B.: Diese Änderungsvorschriften zu übergrossen Schockaufklebern sind mit so hohen Kosten verbunden, die ein mittelständisches Unternehmen niemals stemmen kann.

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Statement von Herrn Heinrich Villiger für Zigarren.Zone LeserInnen

Vasilij09
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Herr Villiger, im Namen der Zigarren.Zone LeserInnen bedanke ich mich für Ihre Zeit, die Sie für Ihr Statement genutzt haben, das schätze ich sehr – Vasilij Ratej, Herausgeber „Zigarren.Zone“

 

 

 

EU-Tobacco Products Directive II (TPD II)

So heisst die neue von der EU verabschiedete Tabakprodukte-Richtlinie. Sie ist für alle EU-Mitgliedsländer verbindlich. Das ist eine beschlossene Sache, gegen die man nicht mehr vorgehen kann. Damit können und müssen wir leben. Diese Richtlinie sieht – vernünftigerweise – Erleichterungen, d.h. weniger rigide Vorschriften für andere Produkte als Zigaretten vor, das heisst für Cigarren, Cigarillos, Pfeifentabak, Schnupftabak, usw. Diese Abweichungen sind für die EU-Mitgliedsstaaten leider nur fakultativ.

Nun möchte gerade die Bundesrepublik Deutschland diese Richtlinie in der in strengsten Form umsetzen, also ohne die Ausnahmeregelungen für andere Produkte als Zigaretten. Das ist für unsere Branche praktisch gar nicht umsetzbar, sondern würde insbesondere die Grundsätze der Verhältnismässigkeit verletzen.

Insbesondere die mittelständischen Familienbetriebe könnten die damit verbundenen finanziellen Belastungen überhaupt nicht verkraften. Ihre Existenz wäre damit in hohem Ausmaße gefährdet. Abgesehen davon würden unsere grossflächigen Packungen völlig nutzlos und sinnlos verunstaltet.

Es geht also in erster Linie um politische Entscheidungen. Wir haben nichts gegen Massnahmen zum Gesundheitsschutz, solange diese vernünftig und verhältnismässig sind. Leider sind wir mit einer sehr starken Lobby der Gesundheitsindustrie konfrontiert, die schlicht und einfach die Tabakbranche vernichten will (Hervorhebung durch die Red.). Leider scheint dies nicht allen Politikern bewusst zu sein.

Mit freundlichen Grüßen

Heinrich Villiger