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Status per 06.09.2015. Dieser Beitrag befasst sich mit dem Entwurf des neuen Tabakgesetzes, auf Englisch „Tobacco Product Directive (TPD) 2“ genannt. Zigarren.Zone wurde ein internes Dokument aus der Tabakindustrie zugespielt. Dort wird die Sachlage analysiert und konkretes Entgegenwirken vorgeschlagen. Seitens der Quelle darf ich den Inhalt umschreiben, die Quelle jedoch nicht nennen. Derzeit bereite ich dieses Dokument auf und werde in Kürze auf Zigarren.Zone den 2. Teil dieses Beitrags veröffentlichen.

Zigarren.Zone sagt im Rahmen der freien Meinungsäusserung folgendes: Die Politiker, welche den neuen Entwurf des Tabakgesetzes überhaupt zu Papier gebracht haben, gehören auf ihre privaten Unzulänglichkeiten und auf ihre geistige Gesundheit hin untersucht. Z.B. abartige sexuelle Vorlieben, Drogen- und Alkoholmissbrauch, Fettleibigkeit, Depressionen die den Job und somit die normale Gehirntätigkeit beeinträchtigen, Medikamentenabhängikeit, Finanzprobleme, Steuerhinterziehung, Steuergelderveruntreuung, Hausgewalt gegen den Lebenspartner und Kinder, etc. Natürlich ist diese freie Meinungsäußerung polemisch und unsachlich. Sie ist demnach unsinnig. Genau so unsinnig ist der Entwurf des neuen Tabakgesetzes.

Die Zerstörung des Lifestyle

Bevor wir uns weiter ins Thema vertiefen, hier die Fotos was der Entwurf des Tabakgesetzes vorsieht (die folgenden 7 Fotos wurden mir von 5TH Avenue zur Verfügung gestellt):

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Die Vernichtung der Tabakindustrie

Michael Emrich, Inhaber von CASTRO Cigars
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Michael Emrich, Inhaber von CASTRO Cigars

Michael Emrich, Markeneigner von CASTRO Cigars, (hier im Zigarren.Zone Interview), antwortete auf meine Fragen:

Falls dieses Gesetz in Kraft treten würde, was bedeutet das für Ihr Unternehmen und Ihre Zigarrenmarken? Das könnte das Aus für die kleinen Hersteller bedeuten.

Welche Schritte kann die Tabakindustrie in der EU unternehmen, damit dieses Gesetz bei Zigarren nicht zur Anwendung kommt? Es gibt Spielraum für eine Ausnahmregelung bei der Zigarre. Lobbyarbeit soll unterstützen, die Politik dazu zu bewegen, den Spielraum zu nutzen. Wir sind mündige Bürger, die Zigarre rauchen. Die Jugend von der Zigarette wegzubringen, ist legitim. Die Aufkleber schaffen das nicht.

Was halten Sie persönlich zu den Machern solcher Gesetze? Es sitzen mir zu viele Opportunisten dort, die ihre Daseinsberechtigung jeden Tag erbringen müssen. So ist das System angelegt.

Falls Sie die Macht hätten, etwas zu verändern betreffend Gesetzeslage, was würden Sie tun? Entweder es geht gegen alle Genussmittel, oder gegen keines. Dann müssen die Aufkleber jetzt auf Alkohol, kaputte Zähne und dicke Kinder auf Zucker, Schokolade, etc etc. Wo fängt die Liste „Genussmittel“ an? Lasst die Leute entscheiden, was sie geniessen möchten, der Staat verdient doch immer mit.

 

Der Verband der deutschen Rauchtabakindutrie (VdR) schreibt auf seiner Website, hier ein paar Zitate:

  • Die Einführung von übergroßen Schockbildern mit einer Größe von mind. 65 % der Verpackungsoberfläche, ohne die bislang gültige Obergrenze (Deckelung) von 22,5 cm² pro Warnhinweis. Die Folge ist ein Verlust der Markenidentität für viele Tabakprodukte.
  • Das Verbot der Auslobung von Produktbesonderheiten und Markennamen, die eine „gesellschaftliche Wirkung suggerieren“. Dies könnte zu einer Zerstörung von zahlreichen heute gängigen Markennamen und damit einer markenrechtlichen Enteignung – unter Ausschluss von Rechtssicherheit und Planbarkeit – führen, was gegen Art. 12 GG (Berufsausübung) und Art. 14 (Eigentum/Markenrechte) verstößt.

Bitte lies auch den ganzen Text, um den ganzen Kontext in seiner ganzen Tiefe zu verstehen.

 

Der Bundesverband der Zigarrenindustrie (BdZ) schreibt in seinem Positionspapier, hier ein paar Zitate:

  • Der Herstellungsprozess ist sehr arbeits- und damit lohnintensiv, so dass, obwohl der Gesamtmarktanteil von Zigarren nur ein Prozent des gesamten Tabakmarktes ausmacht, über 1.500 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer alleine in Deutschland beschäftigt sind.
  • Es werden in Deutschland jährlich ca. 1. Mrd. Stück traditionelle Zigarren und Zigarillos von fast ausschließlich männlichen Konsumenten gehobenen Alters und auch nur gelegentlich genossen. Ein Jugendschutzproblem liegt bei Zigarren und Zigarillos nicht vor.
  • Die jetzt gefundenen und verschärften Regulierungen sind höchst mittelstandsfeindlich und bezogen auf die Produkte Zigarre und Zigarillos vollkommen überzogen, ohne dass der Jugendschutz in irgendeiner Weise verbessert würde.

Ich verweise auf das gesamte Dokument, damit nichts aus dem Kontext gerissen wird;  Hier herunterladen (PDF, 2MB).

Zigarren.Zone schlägt vor

Liebe Politiker, die dafür verantwortlich sind. Diese Sichtweise ist sehr beschränkt, finden Sie nicht auch? Erweitern Sie Ihren Horizont, gehen Sie in die Tiefe und untersuchen Sie auch andere Industriezweige, die uns Menschen einen frühzeitigen Tod oder Amputation von Gliedmassen bescheren. Schockbilder gehören auch auf Fertigessen (zu viel Zucker), Fastfood in den einschlägigen Restaurants (zu viel Zucker), Süssigkeiten (zu viel Zucker), etc.. Zucker = Kohlenhydrate = zu viel Energiezufuhr für den Menschen = Übergewicht = Diabetes = Amputation von Beinen = Frühzeitiger Tod. Oder kann es vielleicht sein, dass diese Industriezweige viel Geld in das politische System pumpen, um die eigenen Interessen zu vertreten? Nein, das kann nicht sein. Nein, das kann nun wirklich nicht sein. (ungläubiges Kopfschütteln).

Und weil das nicht passieren wird, schlage ich vor: Schaltet euer Gehirn ein, haltet die Klappe und tut was Nützliches – zum Beispiel Unkraut jäten im Garten einer älteren Dame. Sie bezahlt euch dafür mit Kaffee und Kuchen.

Hinweis in eigener Sache: Zigarren.Zone verfasste den letzten Abschnitt absichtlich unsinnig. Denn der Entwurf des Tabakgesetzes ist genau so unsinnig. Und jetzt könnt ihr mich mal kreuzweise.