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Liebe Zigarren.Zone Freunde, heute stelle ich dir Herrn Wilhelm Berg vor. Er ist ein ganz besonderer „Herr der Ringe“. Er sammelt, weil ihn die Geschichte hinter der Anilla fasziniert. Welchen Zeitgeist drückt sie aus? Was ist die Botschaft? Welche Technologie wurde verwendet? Dieses Zigarren.Zone Interview wurde telefonisch geführt und aufgezeichnet. Herr Berg und ich sassen gemütlich in unseren Sesseln und genossen nicht nur das Gespräch, sondern jeder genoss auch eine gute Zigarre. Herr Berg genoss eine 2 Jahre junge kubanische Customer Rolled und ich eine Romeo Y Julieta Short Churchill (etwa aus dem Jahr 2012). Ich wünsche dir viel Genuss beim Lesen dieses Interviews und beim Betrachten der seltenen Zeitdokumente aus der Privatsammlung von Herrn Berg.

Ach ja: Weil Herrn Berg und auch mich das Gleiche fasziniert, nämlich die Geschichte hinter der Anilla, sei hier stellvertretend die Anilla meiner Zigarre abgebildet. Es handelt sich um die Original Anilla, die während des Telefongesprächs mit Herrn Berg ebenso lauschte, wie ich es tat. Ich habe sie präpariert und eingerahmt. Sie hängt nun an der Wand meiner Zigarrenlounge und weiss von diesem hochinteressanten Gespräch zu berichten. Ich schlage vor du lauscht ihr mal genau, am besten mit einer feinen Zigarre und einem schönen Getränk dazu.

Vasilij Ratej

Herausgeber, Zigarren.Zone

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Herr Berg, herzlich willkommen. Was können Sie uns als Einleitung zum Thema „Vitolphilie“ sagen?

„Das Sammeln von Zigarrenbanderolen sollte man nicht einfach über einen Kamm scheren. Man sollte differenzieren.“ Wilhelm Berg.

Den Reiz des Ganzen sollte man frei machen von der Quantität hin zur Qualität. Intention ist es nicht, jemandem einen Funken zu übertragen, damit er sammelt. Sondern es geht da darum, die Psyche einzustellen, dass man Informationen aus Kleinigkeiten erhalten kann, die weit über das Medium, das es trägt, hinausgehen und die einen wichtigen Bestandteil der Zigarrenkultur darstellen. Bei mir ist das nicht eine Leidenschaft in dem Sinne, dass sie Leiden schafft, sondern eher: Wenn „da etwas Besonderes ist“, dann gehe ich diesem intensiv nach.

Das ist ein sehr schöner Einstieg. Nachfolgend stelle ich euch, liebe Zigarren.Zone Freunde, Herrn Berg auch gleich mal bildlich vor:

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Was bedeutet das Wort Vitolphilie?

Das Wort „Vitolphilia“ ist ein Kunstwort. Es entstand in den 1950ern in Spanien von einer grossen Sammler-Gruppe. Diese Gruppe hat eine Namensprägung gesucht. Sie haben sich angelehnt an die „Philatelie“ (als Briefmarkensammeln bekannt). Sie erkannten, dass das altgriechische Wort „Philos“ nichts anderes bedeutet als ‚Freude und Leidenschaft‘ für eine Sache. Und „Vitola“ als Bezeichnung für sowohl die Lithografien, die auf und in den Zigarrenkisten zu finden sind, als auch für Anillas, die als Lithografien die Zigarren umrunden. Das hat man zusammengefasst und daraus ist das Wort „Vitolphilie“ entstanden. Dies hat man ebenfalls getan, um dieser Sammeleigenschaft eine gewisse Seriosität zu geben.

Heutzutage gibt es viele solcher Sammler in Spanien, auch in Belgien und Frankreich. In Deutschland gibt es sie ebenfalls, ist aber kaum bekannt und bei weitem nicht so ausgeprägt wie in den genannten Ländern. Ein Grund mag sein, dass die Nachkriegszeit geprägt war von einer Aufbruchstimmung in Entbehrung. Da hat die Zigarre nur am Rande eine Bedeutung gehabt. In einem, sagen wir mal, breiten sozialen Umfeld war sie einfach zu teuer. Es war etwas Besonderes.

Das nächste Foto zeigt einen Klassiker: Partagas, Jockey Club

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Wo ist der Ursprung der Lithografien?

Der Ursprung der besten Zigarrenbanderolen ist der westdeutsche Raum. Dort sind die Lithografieanstalten, die Druckereien gewesen. Die allerbesten Zigarrenbanderolen wurden dort hergestellt. Das waren die Firmen KLINGENBERG und SCHOETT. Diese haben auch bereits in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts Kuba beliefert.

Anfangs wurden die Zigarren ohne Anillas verkauft. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sie eingeführt. Ab der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert waren die Anillas schon weit verbreitet und wurden gesammelt. Mitte des 20. Jahrhunderts wurden sie in Massen hergestellt und vor allem in den USA als Marketingobjekt genutzt. Sie bekamen sogar einen Status, den man mit „Rabattmarken“ vergleichen kann. Wenn jemand zu einer Zigarrenfirma hin ging, und Hunderte oder Tausende Anillas brachte, dann bekam er als Prämie fast alles. Ich sag’ mal vom „Löffel“ bis zum „Sportgerät“. Etwas später hat sich diese Idee in Europa ausgebreitet und wurde auf andere Produkte übertragen. Zum Beispiel auf Kaffeemarken usw.. Das waren frühe Formen des Marketings, um eine Marken- und Kundenbindung herzustellen.

Nächstes Foto: Klassiker Vitola der Druckerei Gebr. Klingenberg: Waldorf Astoria Hotel mit Jugendstilelementen

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Warum gibt es Anillas?

Da gehen wir jetzt mal einen Schritt zurück und schauen uns zunächst die Zigarettenherstellung auf Kuba an, die im 19. Jahrhundert ebenfalls eine grosse Rolle gespielt hat. Es waren entweder die gleichen Firmen, die auch Zigarren herstellten, oder einige wenige Firmen, die sich auf Zigarettenherstellung spezialisiert hatten. Darauf ist bei mir das Augenmerk gelenkt worden bei dem Versuch, den Ursprung der Zigarrenbinde zu erkunden. Und meiner Meinung nach ist hier der Beweis zu finden, dass Zigarrenbauchbinden eben nicht aus romantischen Aspekten – „die russische Fürstin wollte sich nicht die Finger oder der englischen Dandy nicht die weißen Handschuhe schmutzig machen“ – entstanden sind. Zigarrenbanderolen und Verpackungen in Form von Lithografien sind eingeführt worden, um sich gegen Fälschungen abzusichern.

Und um die Marken untereinander zu unterscheiden?

Das war der nächste Schritt. Der erste Schritt war, sich gegen Fälschungen abzusichern. Gustavo Bock, ein Deutscher, ist mit seinen Erfahrungen – Bremen war zu dieser Zeit das wichtigste Import- und Handelszentrum Europas für Zigarren – nach Kuba ausgewandert und hat dort begonnen, hochwertige Zigarren herzustellen und zu exportieren. Dabei stellte er fest, dass oftmals seine Zigarren in den Kisten mit minderwertigeren ausgetauscht wurden. Das veranlasste ihn 1854 dazu, seine Zigarren mit Banderolen zu versehen, die seinen Namen enthielten. Damit wurde Herstellerbezeichnung und Herkunft dokumentiert und dies führte natürlich auch zur Markenbindung bei den Endkunden. Der Ausspruch eines Fabrikanten während der Blüte des kubanischen Exportes zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist in diesem Zusammenhang ebenfalls bezeichnend: Wenn ich aus Kuba 1 Mio. Zigarren exportiere, dann weiß ich, dass in Europa daraus 6 Mio. werden!

Gehen wir erneut einen Schritt zurück in die Mitte des 19. Jahrhunderts: Zigarettenherstellung auf Kuba. Die Verpackung war nichts anderes, als an einer Seite geschlossener und an der anderen Seite offener Papierwickel. Die am meist bekannte Zigarettenmarke der Firma Susini war „La Honradez“ , die ebenfalls gefälscht wurde. Dies veranlasste Susini, in seiner Firma eine eigene Lithografieanstalt mit eigener Entwurfs- und Druckabteilung aufzubauen. Sie haben fast wöchentlich die Lithografien („Marquillas“) der Verpackungen gewechselt bzw. neugestaltet, so dass die Fälscher nicht nachkommen konnten. Sie müssen immer bedenken, wenn Sie in so kurzer Zeit neue Lithografien herstellen, dann sind sie gezwungen , immer wieder neue Themen zu finden. Und da kamen Themen vor, die hochgradig interessant sind. Die Motive für die Litographien lehnten sie an die Themen der Zeit an. Beispielsweise ‚Kubanische Ingenieurskunst‘, Alltagsszenen, Karikaturen oder Uniformen verschiedener Länder, Motive aus zeitgenössischer Literatur oder Innovationen, wie den gerade erst eingeführten ersten Briefmarken: Da haben sie die ersten Briefmarken aus Bayern, aus Nova Scotia, aus Grossbritannien und aus Holland als Motiv genommen.  Damit entstanden Themen-Serien und daraus entwickelte sich das Sammeln der „Marquillas“. Die Blütezeit lag um 1860 – 1880. In diese Zeit fällt parallel die Entstehung und Ausbreitung der Zigarrenbanderolen, der „Anillas“. Als „Klassiker“ werden die Anillas bezeichnet, die in der Zeitspanne von 1850 bis 1914 entstanden sind.

Nächstes Foto: Lithografie La Honradez

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Ja, schlussendlich kommt man zur Erkenntnis, dass das alles bloßes Marketing ist?

Die Kiste selbst ist z.B. aus Zedernholz gefertigt, damit man die Zigarren darin lagern, die Zigarre atmen und sich weiter entwickeln kann. Und man kommt von selbst auf den Gedanken: „Moment mal! Das ist doch nichts anderes als Verpackung!“ Und wenn man diesen Schritt getan hat, dann weiß man auch, dass eine Verpackung etwas bewirken soll. Also: Es ist ein Marketinginstrument. Und jetzt wird es interessant, wenn man sich die Frage stellt: „Moment mal, seit wann gibt es dieses Marketinginstrument eigentlich schon?“ Und dann kommt man plötzlich dazu, sich mit den Zigarrenmarken aus Kuba zu befassen. Schnell stellt man fest, dass es unterschiedliche Ausprägungen gibt. Die einen lehnen sich an Motive an vergangene Jahrhunderte an und die anderen sind modern.

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Gehen wir zum Anfang Ihrer Begeisterung zu Anillas und allem, was damit zusammenhängt. Es war in den 1980er Jahren auf Kuba. Dort haben Sie etwas Aussergewöhnliches erlebt. Den Funken nämlich, der auf Sie übergesprungen ist. Was ist auf Kuba damals mit Ihnen passiert?

Mein Hauptarbeitsfeld war immer Asien gewesen und das meiner Frau war Lateinamerika. Sie wollte immer, dass wir Urlaub in Lateinamerika machen. Das hatte mich damals aber überhaupt nicht interessiert und ich konnte sie dann stets für Asien begeistern. Irgendwann haben wir uns aber auf Kuba als „Kompromiss“ geeinigt, auch deshalb, weil ich damals schon kubanische Zigarren rauchte. Das war in den 1980er Jahren. Wir haben einen wirklich ausgedehnten Urlaub auf Kuba gemacht. Da war der Tourismus noch nicht weit verbreitet und Kuba war sehr „rudimentär“ was die Verpflegung und Infrastruktur anging. Von Hause aus bin ich Geograf. Menschen und Landschaft war das, was Kuba zu dem Zeitpunkt ausmachte und zwar in einem Masse, wie wir es bisher nicht erfahren hatten. Und so entstand schnell die Liebe zu Kuba- über die Menschen und über die Landschaft und den Zigarrenanbaugebieten. Damals waren wir also in Havanna in einem kleinen Hotel. Da sah ich dort im Hotelladen ein kleines Tütchen mit 10 Zigarrenbanderolen. Das fand ich interessant und fragte, wo dies eigentlich her komme? Man nannte mir die Adresse, mitten in Havanna. Ein kleines, etwa 6x5 Meter großes Kellerbüro, nicht gerade luxuriös, eher genau das Gegenteil. Es war das „Zentrum für Design und Verpackung“ in einem staatlichen Gebäude in der Altstadt Havanna. In diesem Kellerbüro habe ich jemanden kennen gelernt, der nichts anderes tat, als Zigarrenringe zu sortieren. Das war Material von den Zigarrenfirmen, die diese aus Altbeständen noch übrig hatten und auch aus privaten Sammlungen. Die Aufgabe bestand darin, alles zu katalogisieren und auch wirtschaftlich aufzuarbeiten.

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Und somit wurden Sie dann zum Herr der Ringe?

(schmunzelt) Das ist eine charmante Anspielung, aber der Herr der Ringe wurde ich damals nicht und bin es auch heute nicht. Jener Herr dort im Kellerbüro war der Vizedirektor. Heute ist er schon seit Jahrzehnten der Präsident der kubanischen Vitolphilie Gesellschaft. In jenem Kellerbüro also erkannte ich erstmals die Vielfalt und Attraktivität der Anillas und ließ mir vieles darüber erzählen und erklären. Da sprang sozusagen der Funke über, mich diesem Thema zu widmen. Seither habe ich mich ausschließlich mit kubanischen Zigarren auseinander gesetzt, ihren Zigarrenringen und mit allem, was mit Verpackung zu tun hatte – und natürlich mit dem Hintergrund all dieser Dinge. Dabei ist eine für mich  wichtige Erkenntnis entstanden: Man kann alles erlesen. Man kann sehr viel über Fachliteratur, über Abbildungen erkennen, aber: Dieser haptische Effekt, etwas in der Hand zu halten, was aus einer anderen Zeit ist – diese Wirkung des Ganzen, das macht erst den Reiz aus. Das Sammeln ist bei mir eher das Zusammenstellen von Einzelobjekten, die für eine bestimmte Zeit, für eine bestimmte Kunstrichtung, für ein bestimmtes soziales Umfeld und bestimmte Wirkungen gedacht sind. Deshalb ist mir nicht die Quantität wichtig – auch wenn dabei einige Tausend Anillas zusammengekommen sind- , sondern die Qualität, und dessen was dahintersteht. Also das Erfahren an einem Originalobjekt.

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Solche „Objekte“, wie Sie es nennen, kann man sich ja auch im Internet anschauen oder in Büchern. Warum sollte man da mit dem Sammeln anfangen?

Nehmen Sie eine Grafik von Albrecht Dürer, die Sie tausendfach in Büchern finden. Es ist ein anderes Gefühl, wenn Sie das Original vor sich haben: Sie erfassen die Abbildung, Sie fühlen und betrachten das Papier, sehen das Wasserzeichen, erkennen die Druckunterschiede. Dieser Reiz ist es, der mich fasziniert und nicht loslässt: Die Geschichte über die Herstellung, die Manufakturen, den Zeitgeist und damit natürlich auch den Geschmack einer bestimmten Zeit.

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Sie unterscheiden zwischen zwei Sammler-Gruppen bei der Vitolphilie. Welche sind das?

Da gibt es den quantitativen Sammler, man sagt auch „Objektsammler“. Da steht das Objekt, also die Zigarrenbanderole im Vordergrund. Hier gilt es, die Vollständigkeit einer Serie oder die Menge an Zigarrenbanderolen im Allgemeinen zu erreichen. Ich will das nicht in irgendeiner Form bewerten. Ich will nur sagen, das ist eine andere Art des Sammelns, als es die zweite Sammler-Gruppe tut.

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Wie sammelt denn die zweite Gruppe?

Diese sammelt sozusagen „beispielhafte Einzelobjekte“. Die Intention ist eine andere, auch wenn dabei wie bei der ersten Gruppe ein Sammelgebiet entsteht. Es sind diejenigen, die wie bei mir auch, das dreidimensionale Objekt zu irgendeinem Zeitpunkt kennen gelernt haben in einem ganz anderen Kontext. Das heißt, sie rauchen eine Zigarre, sie sehen dabei das „Papierchen drumherum“ und sie fragen sich im Grunde, wozu ist das eigentlich gut? Denn die Zigarre hält ja auch von alleine ohne die Banderole. Wenn man darüber nachdenkt, und das Zigarrenrauchen ist ja eine anregende Tätigkeit, man macht das in Ruhe, man sinniert dabei und man überlegt sich dann ja auch: Mensch, was rauchst du eigentlich gerade? Wo kommt das her? Was ist der Hintergrund? Und über dieses sich beschäftigen mit dem Rauchen einer Zigarre und all dem darum: Man nimmt sich die Kiste in die Hand und denkt, das ist doch nicht mehr zeitgerecht, was da drauf ist. Das sind doch irgendwie Bilder, naja, der eine sagt „kitschig“, der andere sagt „überbordert“. Mit diesen Überlegungen kommt man dazu, dass man sich fragt: Warum ist das eigentlich so? Man behält (oder „sammelt“) dieses „beispielhafte“ Objekt als Denkanreiz oder als Erinnerungsobjekt oder, weil man es „wert findet“, die Anilla oder Vitola aufzubewahren. Natürlich auch, weil man über diese mit interessierten Rauchern (es soll sie ja noch geben) ins Gespräch kommen kann. Zu dieser Gruppe zählen auch all diejenigen, die Banderolen der Zigarren aufbewahren, die sie geraucht haben – um sich später den Genuß wieder ins Gedächtnis zurückzurufen.

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Sie sprachen den Zeitgeist und die Veränderung an. Was hat sich verändert?

Mit Blick auf das Zigarrenangebot: Die meisten kubanischen Zigarren, die heute verkauft werden, sind aus dem Robusto Format entstanden. Das spiegelt den Zeitgeist wider, denn sie richten sich an den Bedürfnissen der Kunden aus. Wir haben heute bei weitem größere Ringmasse, als dies in den 1980er / 1990er Jahren der Fall war. Wir finden heute viel seltener ein Corona-,  Lonsdale- oder andere klassische Formate. Das meine ich keineswegs wertend, sondern das ist einfach die Entwicklung und ist dem Zeitgeist geschuldet.

Mit Bezug auf das Hobby Vitolphilie: Schade ist, dass es kaum noch 30jährige gibt, die sich damit befassen. Es sei denn, sie haben eine Kollektion geerbt und meinen, sie könnten damit „das grosse Geld machen“. Die Wahrheit ist aber, das alles ist monetär gar nicht so wertvoll. Stellen sie dies fest, verliert sich ihr Interesse sehr schnell. Klassiker unter den Anillas werden zwar zwischen 150 und 2000 Euro gehandelt, die Kosten für die meisten Banderolen sind aber in einem Segment zwischen Cent-Beträgen und wenigen Euros angesiedelt. 

Und ein Beispiel aus der Welt der Anillas: Wir haben das COHIBA Design, wir haben das alte DUNHILL Design und wir haben ROMEO Y JULIETA. Sie werden feststellen, es handelt sich hierbei um unterschiedliche Designmerkmale. Da weiß man, das hat sich über die Jahrhunderte gewandelt. Da kann die Wandlung im Marketing festgestellt werden. Dann kommt noch etwas weiteres hinzu: Die Marketing BOTSCHAFT. Das sind Elemente, die in bzw. auf Zigarrenbanderolen enthalten sind, auf die man im ersten Moment gar nicht achtet, die es aber durchaus wert und interessant sind zu hinterfragen. 

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Herr Berg, vielen herzlichen Dank für dieses schöne Gespräch und Ihre Zeit!

Nachtrag: Herr Berg und ich werden uns in Berlin mal treffen, um dieses Thema weiter zu vertiefen. Zigarren.Zone wird darüber berichten.

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