Comeback: José Seijas neue Liebe heisst «Matilde»

Als er alles erreicht hatte, schied Jose Seijas 2012 als Vize-Präsident und General Manager aus der grössten Tabakmanufaktur der Welt – der Tabacalera de Garcia – aus. Statt in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen, fing er noch einmal von vorne an. Mit seiner neuen Liebe namens «Matilde»!

Von Karl Heinz Nuber, La Romana (Dominikanische Republik)

Als Vice President und General Manager von Altadis Tabacalera de Garcia Ltd., übernahm Seijas die Verantwortung von 60 Millionen Zigarren pro Jahr, darunter so bekannte Marken wie Montecristo, H. Upmann und Romeo y Julieta. Nach seiner Pensionierung gründete er eine viel kleinere Fabrik in La Romana, nicht weit von Tabacalera de Garcia, in der Absicht, Zigarren in kleinerem Maßstab herzustellen. Die Fabrik von Seijas und Tabacalera de Garcia sind die einzigen namhaften Zigarrenfabriken in La Romana, die etwa vier Autostunden von der dominikanischen Hauptstadt Santiago entfernt liegen.

Das erste Projekt nach seiner Pensionierung für Seijas war ein Joint Venture mit Litto Gomez, dem Hersteller von La Flor Dominicana Zigarren, um einige der Zigarren von Gomez in der neuen Fabrik La Romana zu produzieren. Danach kooperierte er mit den Gebrüdern Charlie und Rubin Ganzales die gemeinsam einen Zigarrenhandel besassen mit der New World Cigars.

Jetzt hat Seijas eine eigene Marke geschaffen.

Enrique Seijas, der mit seinem Vater arbeitet, sagte, die Marke Matilde sei eine Hommage an die Tradition der Zigarrenproduktion in der Dominikanischen Republik. «Bei der Entscheidung für den Namen wollten wir etwas, das tief in der Dominikanischen Republik verwurzelt war und eine gewisse Tradition hatte. Mein Vater war selbst so ein traditioneller Mensch. Wenn wir in alten Archiven nach Inspiration suchten, traf unser Team La Matilde. Wir haben eine vorläufige Registrierungsprüfung durchgeführt und festgestellt, dass diese sehr alte dominikanische Marke verfügbar war. Zur Recherche der Markengeschichte von Matilde engagierten wir einen Historiker in Santiago und erkannten sehr schnell, dass der Name «Gold» ist und haben sofort die Rechte der Marke gekauft und eintragen lassen.»

Seijas erzählt, dass die Tabacalera La Matilde 1876 in Santiago gegründet wurde, und dass die Fabrik nach dem Tod von Gründer Simeon Mencia um 1910 geschlossen wurde. Trotz seiner kurzen Existenz sagte Seijas, dass die Fabrik geschichtliche Bedeutung hat. „Das ursprüngliche Gebäude der Fabrik steht heute noch in Santiago in der Calle de las Rosas. Simeons altes Haus und die ursprüngliche Fabrik wurden während ihrer Zeit im Alten Santiago wegen ihrer schönen Architektur als Wahrzeichen der Stadt betrachtet. Auch die Familie Mencia war sehr bekannt und hatte eine hervorragende Reputation, wie man einigen Zeitungsausschnitten in Santiago aus dieser Zeit entnehmen kann». Die Familie Seijas verkürzte den Markennamen von «La Matilde» auf «Matilde», um 2014 ihre Fabrik mit dem Namen Tabacalera «Matilde» zu bezeichnen.

Die Zigarren haben ein ausgezeichnetes dominikanisches Filler-Aroma mit einem Hauch nicaraguanischer Blätter und einem dominikanischen Umblatt. Sie sind mit ecuadorianischen Habano-Deckblättern bedeckt. «Matilde’s werden nur mit einem Schnitt am Blatt, am Rand der Blätter und weg von den schweren Rippen hergestellt», sagte Jose Seijas, das verbessere den Zug und den gleichmässigen Brand der Zigarren. „Die Zigarren sind mit dem gleichen Umblatt vom Fuss bis zum Zigarren Kopf umwickelt. Die Veredelung des Zigarrenkopfes erfolgt ebenfalls mit dem gleichen Deckblatt.“

Seijas hat auch darauf bestanden, nur Zigarrenroller zu engagieren, die selbst passioniert Zigarrenraucher sind, eine Überlegung, die seiner Meinung nach zu einem überlegenen Endprodukt führt. „Unsere Tabaqueros sind Zigarrenraucher. Auf diese Weise haben sie Wissen über die Verwendung des Produkts“, sagte er. „Das Wissen über die Verwendung ist ein wichtiger Teil der Qualitätskontrolle“, so José.

Die Zigarren sprechen für sich selbst

Matilde «Serena» – der Name «Serena» bedeutet ruhig und friedlich – wird in vier Formaten von Hand hergestellt, zwei traditionelle und zwei die den Bedarf nach grösseren Zigarren abdecken.

Eine «Corona», eine «Robusto» , die «Toro Bravo» und die «Grande». Bei allen Formaten wird ein Connecticut Shade Deckblatt aus Ecuador, ein Umblatt aus der Dominikanischen Republik und eine Einlage aus Dominikanischen und Nicaraguanischen Tabak verwendet. Bei der Corona (140 mm Länge, 17,5 mm Durchmesser), Robusto (Länge 133 mm, Durchmesser 19,8 mm), Toro Bravo (165 mm Länge, 21,4 mm Durchmesser) und der Grande (152 mm Länge, 23,8 mm Durchmesser), handelt es sich um eine mittelstarke Zigarren, welche mit Noten von schwarzem Pfeffer und Nüssen in Kombination mit einer angenehmen Süsse überzeugt. Die Zigarren in Kisten zu a 20 Stück verpackt wurden nach dem Rollen 90 Tage minimum gereift.

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Karl Heinz Nuber

Karl Heinz Nuber, Jahrgang 1951, ist seit Jahrzehnten Zigarrenliebhaber. Er hat alle Tabakproduzierenden Länder bereist, war Vizepräsident des Vier Connection Zigarren Clubs (Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein), hat für Privat-Banken und die gehobene Gastronomie Zigarren Genuss-Seminare abgehalten, hat für eine Investorengruppe die erste Havanna Lounge in Zürich eröffnet, das Zigarren-Sortiment bestimmt, die Mitarbeiter geschult und die VIP’s betreut und hat u.a. im Cigar Aficionado und im European Cigar Cult Journal publiziert und internationale Zigarren Tastings organisiert. Er ist Gründer des Tourbillon Magazins und betreibt heute den Tourbillon Blog Tick-Talk

Karl Heinz Nuber

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