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Liebe ZigarrenZone-Freunde, in diesem Camacho American Barrel Aged Gordo Mehrfach Tasting lüfte ich das Geheimnis, ob der Marketing-Text stimmt und die Zigarre wirklich ein gewaltiges Raucherlebnis bietet.

„Mach dich bereit für ein gewaltiges Raucherlebnis, das wahren Pioniergeist mit den fest verankerten kubanischen Wurzeln Camachos vereint.“ Das will uns der Marketing-Text dieser Zigarre Glauben machen. „Das Verfahren beginnt mit der Corojo-Pflanze, deren Blätter nach einem 6-jährigen Reifungsprozess in ausgedienten Kentucky Whiskeyfässern nachgereift werden. Umhüllt vom typischen American Broadleaf-Deckblatt verspricht jede Zigarre einzigartige Reichhaltigkeit und Komplexität, abgerundet von Eichenholzaromen und dem süßlichen Geschmack des amerikanischen Bourbon-Whiskeys. American Barrel-Aged ist die Verkörperung einer unnachahmlichen Herstellungskunst.“

HAVE A GOOD SMOKE 😁

Vasilij Ratej Herausgeber, Zigarren.Zone

 

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Fakten

  • Name der Zigarre: Camacho American Barrel-Aged Gordo
  • Herkunftsland: Dom. Republik
  • Hersteller: Oettinger Davidoff / Camacho
  • Tabak:
    • Einlage: Honduras, USA
    • Umblatt: USA
    • Deckblatt: Connecticut USA
  • Form: Parejo
  • Beginn des Mehrfach Tastings: 22.07.17 / 02.08.17 / 22.08.17 / 09.09.17 / 20.09.17
  • Anzahl Zigarren, die verkostet wurden: 5
  • Boxdate: Unbekannt
  • Empfohlene Mindestreifezeit: Sofort zum Verkosten geeignet. Ich empfehle eine Akklimatisierung von etwa 6 – 8 Wochen nach dem Kauf
  • Deckblatt Farbe: Maduro (Zigarrenfarben erkennen)
  • Verpackung: Im Cellophan
  • Grösse: 152,4 mm, Ring 60 (23,8 mm)
  • Format: Gordo
  • Preis:
    • EUR 14,90 pro Stk. / EUR 298.00 in 20er Kiste mit 3% Kistenrabatt (Stand Sep. 2017)
    • Schweiz je nach Händler: CHF 17,50 bis 18,20 pro Stk. / CHF 350.- bis 334,90 in der 20er Kiste (Stand Sep. 2017)
  • Du willst auf Google nach dieser Zigarre suchen?Bezugsquellen finden

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Übrigens: Die %-Wertungen pro Kategorie findest du ganz unten des Beitrags.

Wie ich diese Zigarre erlebte

Der Kaltduft und der Kaltzug ist fast nicht wahrnehmbar, leicht süsslich bis leicht fruchtig. Sie startet mit viel Rauch und einer kleinen Schärfe. Ein klein wenig Zartbitter und sehr sanfte Süsse kann ich wahrnehmen. Retronasal ist sie etwas pfeffrig und schmeckt nach Holz.

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Die erste Hälfte: Die Asche ist flockig, aber sie hält ein Weilchen. Auf den Lippen und auf der Zunge macht sich ein sanfter süsslich-melissenartiger Geschmack bemerkbar. Dies vermischt mit etwas Pfeffer und Zartbitter. Der Zugwiderstand ist ok, für mich persönlich etwas zu leicht. Aber da hat jeder so seine Vorlieben. Die Zigarre sollte man nicht all zu langsam verkosten. Sie braucht eine gewisse „Betriebstemperatur“, um auf Touren zu kommen – sprich: Damit am Gaumen Geschmack ankommt. Das ist eigentlich nicht so dramatisch für jemanden, der seine Zigarren eh schon etwas schneller raucht. Ich bin der langsame Geniesser. Das langsame und lange Ziehen an dieser Camacho tut ihr gar nicht gut. Es kommt kaum Geschmack bei mir an. Aber, sobald ich sie zum dampfen bringe, legt sie los: Sie wird kräftig, eine gute Portion Pfeffer und Zartbitter und auch Süsse nehme ich endlich wahr. Und wie bringe ich sie zum dampfen? Drei bis vier mal kräftig an ihr ziehen, da lässt sie mächtig Rauch ab und der Geschmack eilt durch die Zigarre hindurch bis zu meinem Gaumen. Schiefbrand gibt’s auch – das Feuer behebt das Problem.

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Die zweite Hälfte: Sie braucht viel Dampf für den Geschmack. Mein Liebling ist diese Zigarre nicht. Durch das viele Paffen kann sie irgendwann auch überhitzen und dann wird sie bitter. Die Waage zu halten zwischen viel Paffen und weniger Paffen ist für mich gar nicht so einfach. Die zweite Hälfte bleibt linear – sie wird einfach stärker.

Fazit

Bitte lies das Fazit unten bei den %-Wertungen, danke.

Hinweis zum Mehrfach Tasting

Eine Zigarre anhand eines Exemplars zu bewerten, ist kaum aussagekräftig. Die Zigarren entwickeln sich bei der Lagerung weiter (besonders wichtig bei kubanischen Zigarren). Im „Mehrfach Tasting“ wird eine Zigarrenserie über Monate oder Jahre verkostet. Das ergibt ein faires Bild der Zigarrenlinie.