Liebe Zigarren.Zone Freunde, heute präsentiere ich euch mit grosser Freude 3 geheimnisvolle Kostbarkeiten die der Aficionado kennen sollte, und auf die ich besonders stolz bin. Gekauft habe ich sie beim bekannten Zigarrensammler aus Wien, Andreas Regvart (hier seine Raritätenliste mit Zigarren, die zum Verkauf stehen).

Erstens die Bolivar Gold Medal aus 2006 (La Casa Del Habano „Edition“) mit dem schludrigsten Kistchen, das ich je gesehen habe (die Abmessungen des Kistchens passten offenbar nicht mit den Abmessungen des verzierten Papiers zusammen…), einem mysteriösen runden Hologramm-Siegel und nicht gleich langen Zigarren. Zweitens die La Gloria Cubana Tainos, die man verbotenerweise nicht verkosten darf, solange sie nicht mindestens 5 Jahre gereift ist. Und Drittens eine über 40 jährige H. Upmann Perfecto. Sie stammt frühestens aus 1975, ist vermutlich jedoch älter. Besonders die H. Upmann hat Erstaunliches bei meiner Recherche zu Tage gefördert.

Wie immer wünsche ich dir entspanntes Lesen – am besten mit einer feinen Zigarre und etwas schönem zum Trinken dazu gereicht 🙂 Ich habe leider die Grippe, daher kann ich keine Zigarre geniessen. Ich kochte mir einen wundervollen türkischen Kaffee, den ich jetzt geniesse.

Vasilij Ratej

Herausgeber, Zigarren.Zone

H. Upmann Perfecto

H. Upmannn Perfecto

In keinem meiner Nachschlagewerke kann man diese Zigarre finden. Nicht einmal im Fachbuch Eine illustrierte Enzyklopädie der postrevolutionären Havanna-Cigarren. Der Link führt dich zu Amazon. Falls du das Buch kaufst, bekommt Zigarren.Zone eine kleine Werbe-Provision, vielen Dank 🙂 Ok, weiter geht’s: Ich habe im Internet recherchiert und wurde fündig. Diese Zigarre war bereits um 1900 herum auf Speisekarten von amerikanischen Restaurants aufgeführt. Gekostet hat die Zigarre damals US Dollar 0,25. Im Jahr 2016 wären das umgerechnet etwa  US Dollar 2,50 (etwa eine Verzehnfachung). 

Nachtrag vom 24.01.2016: Ich habe recherchiert und herausgefunden, dass der Wert im Jahr 2015 bei US-Dollar 7,18 liegt, im Vergleich zum Jahr 1900, als sie US-Dollar 0,25 kosteten. Quelle: The Inflation Calculator

Drei der Speisekarten (Auszüge) sind hier auf Zigarren.Zone veröffentlicht. Andreas Regvart hat die Zigarren vor Jahren aus einem Nachlass gekauft und damals waren sie bereits 40 Jahre alt. Wie alt sie tatsächlich sind, weiss niemand mehr. Zwei davon befinden sich nun also bei mir im Besitz. Das Cellophan ist schon ganz gelb geworden. Andreas Regvart erzählte mir, dass die Zigarren ganz ausgezeichnet schmecken und empfahl mir, einen feinen Rum dazu zu geniessen. Das werde ich gerne tun und ein Review darüber verfassen.

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Die Länge der Zigarre ist rund 125mm. Das Kameraobjektiv verfälscht hier die wirkliche Länge. Sie sind in perfektem Zustand und wurden offenbar während dieser langen Zeit korrekt gelagert. Gemäss Andreas Regvart sollen es „handmade“ Longfiller sein. Aber mehr Informationen hat niemand bisher herausgefunden.

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1913 Hotel La Salle, Chicago

Quelle, mit freundlicher Genehmigung für das Foto: The New York Public Library. Klicke auf das Foto, um eine vergrösserte Ansicht zu erhalten (2,4 MB).

1914 Pontin’s Restaurant

Quelle, mit freundlicher Genehmigung für das Foto: The New York Public Library. Klicke auf das Foto, um eine vergrösserte Ansicht zu erhalten (3,2 MB). Hier werden sie „Perfectos“ genannt.

1901 Northern Steamship Company

Quelle, mit freundlicher Genehmigung für das Foto: The New York Public Library. Klicke auf das Foto, um eine vergrösserte Ansicht zu erhalten (3,2 MB). Auch hier werden sie „Perfectos“ genannt.

La Gloria Cubana Tainos

La Gloria Cubana Tainos

Die Tainos wurde vor 1960 bereits hergestellt. Im Jahr 2012 wurde sie vom Markt genommen. Die „Vitola de Salida“ ist eine Churchill und die „Vitola de Galera“ ist Julieta No. 2 (178mm mit Ring 47) > Was bedeuten diese Vitolas? Im Buch  Eine illustrierte Enzyklopädie der postrevolutionären Havanna-Cigarren wird über diese Zigarre einiges erzählt. Aus Copyright-Gründen darf ich es hier nicht veröffentlichen. Zitate jedoch sind immer erlaubt:

Zitat: „Und fassen Sie die Cigarre nicht an, bevor sie 5 Jahre als ist!“ Zitat Ende. 

Mein Kistchen stammt von 2001. Gemäss dem oben zitierten Buch bildet sich auch noch nach über 20 Jahren eine hohe Finesse heraus, und dass dies eine Zigarre für Kenner sei. Oh Mann, da habe ich mir ja was aufgebürdet. Was, wenn ich diese Finesse beim Verkosten nicht entdecken kann? Um Himmels Willen!!

 

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Bolivar Gold Medal

Bolivar Gold Medal

Die Gold Medal wurde vor 1960 bereits hergestellt. Im Jahr 2011 wurde sie vom Markt genommen. Die „Vitola de Salida“ ist eine Lonsdale und die „Vitola de Galera“ ist Cervantes (165mm mit Ring 42) > Was bedeuten diese Vitolas? Im Buch  Eine illustrierte Enzyklopädie der postrevolutionären Havanna-Cigarren wird über diese Zigarre einiges erzählt. Aus Copyright-Gründen darf ich es hier nicht veröffentlichen. Zitate jedoch sind immer erlaubt:

Zitat: „Unbegrenztes Reifepotenzial.“ Zitat Ende. 

Mein Kistchen stammt von 2006. Es ist eine Spezialedition für „La Casa Del Habano“. Bei diesem Kistchen gibt es zwei Besonderheiten:

  1. Auf der Rückseite ist ein rundes Hologramm Siegel vorhanden.
  2. Die Papierverzierungen sind ganz schrecklich angebracht worden.
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Das mysteriöse runde Hologramm Siegel

Ich habe bisher so etwas noch nie gesehen. Auch meine kompetenten Zigarren.Zone Freunde Thomas Portmann (portmanntabak.ch) und Christoph. A. Puszkar (5th Avenue) kannten es nicht. Also befragte ich Andreas Regvart. Hierbei handelt es sich um die ersten Versuche der Kubaner, ein fälschungssicheres Garantiesiegel einzuführen. Es wurde im Jahr 2006 in den Arabischen Emiraten eingeführt. Andreas hatte mehrere dieser Kistchen dort gekauft, alle von der selben Charge, aber nicht alle hatten dieses runde Siegel. Wie man weiss, wurde später das Hologramm auf das längliche Siegel übernommen und das runde Siegel verschwand wieder. Mehr über kubanische Zigarrenkisten liest du in diesem Beitrag auf Zigarren.Zone.

 

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Furchtbare Verzierung des Kistchens

Ich war schockiert über diese mieserable Arbeit! Eine so schludrige Beklebung der Verzierungen ist mir bisher noch nicht untergekommen. Da könnte man fast meinen, dass es sich um Fälschungen handelt. Auch die Länge der Zigarren sind nicht identisch. Alle übrigen Merkmale erfüllen die Anforderungen. Noch ein kleiner Hinweis: Gemäss cubancigarwebsite.com gab es die Edition La Casa Del Habano erst im Jahr 2007. Ich werde recherchieren und meine Resultate hier nachreichen.

Meine Entrüstung bezieht sich auf das Anbringen des verzierten Papiers und nicht auf die div. Siegel, die sich mit der Zeit etwas gelöst haben. Meiner Meinung nach handelt es sich um nicht kompatible Abmessungen des Kistchens mit den Abmessungen des verzierten Papiers. Vermutlich konnte der Arbeiter das Papier gar nicht besser anbringen. Der „Revisador“ (Qualitätsprüfer) hat seinen Job nicht gemacht. Er hätte solche Kistchen nicht frei geben dürfen. Auf mich macht es den Eindruck, dass hier sehr schnell die Ware ausgeliefert werden musste und sich grosse Fehler eingeschlichen haben. Dann hoffe ich mal, dass die Zigarren nicht auch schludrig gemacht wurden. Obwohl, wenn ich mir die unterschiedlichen Längen anschaue…. auweia…

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Betrachten wir die Sache von innen

Schön sehen sie aus, aber sie sind nicht gleich lang.

 

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