Text Gilbert de Montsalvat / Fotos ZigarrenZone / Mehrfach Tasting

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Mehr als nur eine Zigarre. Lernen Sie Gilbert kennen!

Wie wird eine Zigarrenmarke geboren? Manchmal auf höchst unerwartete Weise. Der Autor Thomas Brunnschweiler schuf in der Geschichte „Der Papst von Genf“ in seinem Erzählband „Perpetuum fumabile“ 1999 die Gestalt von Gilbert de Montsalvat. Brunnschweiler ist gleichsam der geistige Vater des Namens und der Legende Gilbert de Montsalvat. Als Raymondo Bernasconi, Inhaber der Royal Cigar Company, die Geschichte an einem trüben Sonntag las, war er zunächst ziemlich deprimiert. Der Held der Story konnte nämlich weder etwas riechen noch schmecken. Aber vielleicht war ja genau dies die Botschaft: Vertraue deinem eigenen Urteil, höre nicht auf Zigarrenpäpste! Da Bernasconi schon länger eine eigene Zigarrenmarke im Auge hatte, drängte sich nach der Lektüre plötzlich der Name „Gilbert de Montsalvat“ auf. Am 1. April 2008 wurde die neue Marke offiziell aus der Taufe gehoben. Die Geschichten von und über Gilbert sind stets mit einem ironischen Augenzwinkern versehen und heben sich dadurch auch von Texten aus der Bewerbung anderer Marken ab.

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Eine spannende Lebensgeschichte…

Die fiktive Biografie von Gilbert de Montsalvat lässt sich in knappen Sätzen erzählen. Sie klingt so plausibel, dass man sich fragt, ob es diesen Zigarrenpapst nicht wirklich gibt. Gilbert de Montsalvat wurde 1920 als Sohn adliger Eltern im Burgund geboren. Nach dem Studium der Geschichte, Philosophie und englischen Literatur in Cambridge erlitt Montsalvat 1942 einen schweren Verkehrsunfall, der seine Sensorik zerstörte. Plötzlich konnte er, wie erwähnt, nichts mehr riechen oder schmecken. Er arbeitete bis 1945 für die französische Exilregierung in England. Später bereiste er die ganze Welt und eignete sich ein umfassendes Wissen über Tabak und Zigarren an, wobei er die Bücher, die er über Zigarren schrieb, der Erfahrung, den Sinneseindrücken und dem Wissen anderer verdankte. Zweimal hielt er sich längere Zeit in Kuba auf, wo auch die „Cubanischen Sonette“ entstanden. Von einem kurzen Besuch erzählt er selbst in der Geschichte „Eine Nacht in Havanna“. In späteren Jahren lebte er auch in Genf. Drei Jahre nach seinem angeblichen Tod im Jahre 1995 meldete er sich aus der Ostschweiz wieder, wo er in hohem Alter an seinen Memoiren arbeitet.

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…und eine neue Marke

Im Jahr 2006 reiste Raymondo Bernasconi nach Nicaragua, um dort den Blend für die ersten Zigarren der „Gilbert de Montsalvat“ mischen zu lassen. Die „Classic Line“ besteht aus fünf Formaten: Perla, Robusto, Short Belicoso, Corona und Magnum. 2007 wurde die „First Collection“ der Marke an der „suisse tabac“ in Basel vorgestellt. 2008 begann der Vertrieb in der Schweiz und in Österreich; 2010 folgte jener in Deutschland. Dazu kamen die zusätzlichen Linien „Dominican Style“ und „Cuban Style“ heraus. In Ratings schafften es die Zigarren oft unter der Rubrik „Best Buy“. Die Special Edition Toro „Cuban Style“ erreichte bei einem Blind-Tasting sogar 94 Punkte. Schon 2011 wurden auch Ungarn und die Tschechische Republik Abnehmer der Zigarre. 2012 lancierte die Royal Cigar Company die Linie „Revolution Style“. 2014 begann der Vertrieb ins Vereinigte Königreich. 2015 wurde in Hamburg die erste „Gilbert Lounge“ eröffnet, im Jahr 2016 folgte bereits die zweite in Wolfenbüttel bei Hannover. Auch die Lounge an der Laufenstrasse 16 in Basel wurde zur „Gilbert Lounge“ erkoren. 2015 Jahr konnte man an der deutschen InterTabac, der internationalen Fachmesse für Tabakwaren und Raucherbedarf, die neuen Linien „Lounge Edition“ und „Treasure“ geniessen. Bei der „Classic Line“ kam es zu einem Redesign und einem Renaming.

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Krönung durch eine limitierte Edition

Das 10-Jahre-Jubiläum am 1. April 2018 wird mit einer „10 Years Anniversary Limited Edition“ gefeiert werden. Es werden nur 1000 Kisten à 10 Zigarren auf den Markt gebracht. Um dem literarischen Hintergrund der Marke Genüge zu tun, kommt ebenfalls zum Jubiläum Gilbert de Montsalvats autobiografische Erzählung „Eine Nacht in Havanna“ zusammen mit den „Cubanischen Sonette“ heraus. Das Buch wird von Thomas Brunnschweiler herausgegeben und soll das 10-jährige Bestehen der erfolgreichen Marke „Gilbert de Montsalvat“ abrunden.

Mit einer neuen Marke im heiss umkämpften Zigarrenmarkt zu überleben, ist nicht selbstverständlich. Dank eines guten Blendings, guter Verarbeitung, attraktivem Design und einem ironisch gebrochenen literarischen Hintergrund dürfen sich die Zigarren von „Gilbert de Montsalvat“ auch in Zukunft gute Chancen ausrechnen, von Aficionadas und Aficionados geraucht und genossen zu werden.

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